Billig-Mode
Takko Fashion vor Verkauf: Finanzinvestoren prüfen Ausstieg beim Textil-Riesen

| Redaktion 
| 23.02.2026

Bewegung im europäischen Niedrigpreissegment: Der westfälische Mode-Discounter Takko Fashion steht laut Finanzkreisen erneut vor einem Eigentümerwechsel. Während die operativen Zahlen nach einer Phase der Restrukturierung nach oben zeigen, drücken hochverzinste Schulden die Bilanz. Als potenzieller Käufer rückt die Pepco Group ins Visier.

Der westfälische Textilhändler Takko Fashion steht offenbar erneut vor einem Eigentümerwechsel. Nach Informationen aus Finanzkreisen, die das manager magazin angibt, prüfen die aktuellen Investoren strategische Optionen für die Modekette – darunter auch einen Verkauf. Ein formalisierter Prozess soll bereits angestoßen worden sein, befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium.

Eigentümer mit wechselvoller Geschichte

In den vergangenen Jahren hat Takko mehrfach den Besitzer gewechselt. 2010 übernahm der Finanzinvestor Apax das Unternehmen von Advent. Die Erwartungen erfüllten sich jedoch nicht wie erhofft. Im Zuge einer finanziellen Restrukturierung ging Takko später an seine Gläubiger über. Seither bestimmen vor allem internationale Finanzinvestoren die Geschicke des Unternehmens.

Mit rund 2000 Filialen in 17 Ländern zählt Takko zu den großen Akteuren im europäischen Niedrigpreissegment.

Operativ stabilisiert – trotz Schuldenlast

Nach schwierigen Jahren und erheblichen Belastungen während der Corona-Pandemie hat sich das Geschäft zuletzt spürbar erholt. Interne Umbrüche im Management scheinen überwunden, das Sortiment spricht verstärkt preisbewusste Kundinnen und Kunden an.

In den ersten drei Quartalen des vergangenen Geschäftsjahres lag der Umsatz bei knapp einer Milliarde Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg das operative Ergebnis (Ebitda) um gut sechs Prozent. Allerdings bleibt die Finanzierung ein sensibles Thema: Hoch verzinste Verbindlichkeiten belasten weiterhin die Bilanz.

Handelskonzern als möglicher Käufer

Als potenzieller Interessent wird unter anderem der Handelskonzern Pepco Group gehandelt. Zwischen beiden Unternehmen gibt es bereits indirekte Verbindungen über gemeinsame Investoren. Pepco selbst war zuletzt in Deutschland mit Schwierigkeiten konfrontiert; die hiesige Landesgesellschaft musste Insolvenz anmelden.

Ein möglicher Einstieg würde den Wettbewerb im deutschen Textilhandel weiter verschärfen.

 

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