Outdoor-Händler insolvent
McTrek ist endgültig pleite

| Natalie Oberhollenzer 
| 07.05.2024

Trotz aller Rettungsbemühungen ist die Outdoor-Handelskette in die Insolvenz geschlittert. Die Filialen werden sofort geschlossen, das Unternehmen abgewickelt.

Die Handelskette McTrek, einst eine bekannte Adresse in der deutschen Outdoor-Branche, hat alle ihre Filialen geschlossen. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, ist die Schließung das Ergebnis erfolgloser Bemühungen, nach der Insolvenzerklärung einen Investor zu finden. Der Insolvenzverwalter Tobias Kämpf bestätigte die endgültige Schließung der Filialen, die viele Mitarbeiter unerwartet traf.

Die Mitarbeiter hatten bis zuletzt auf eine mögliche Rettung gehofft. Nun stehen 87 Angestellte vor der Kündigung, ein bitteres Ende nach der anfänglich positiven Prognose zur Unternehmensrettung. Auch der Onlineauftritt der Kette ist seit März nicht mehr zugänglich, was die Situation zusätzlich verschärft.

Übertragene Sanierung gescheitert

Die Insolvenz unterstreicht das Scheitern der Rettungsversuche, zu denen auch der Einsatz des Branchenexperten Ulrich Dausien, Gründer der Marke Jack Wolfskin, gehörte. Trotz seiner Beteiligung war es nicht möglich, das Unternehmen durch eine übertragene Sanierung zu retten. Diese Entwicklung offenbart das Ausmaß der finanziellen Schwierigkeiten, mit denen McTrek zu kämpfen hatte.

Ein dramatischer Wendepunkt war erreicht, als im Januar 2024 erhebliche Liquiditätsengpässe dazu führten, dass Löhne und Mieten nicht mehr gezahlt werden konnten. Die finanzielle Misere wird dem ehemaligen Eigentümer und Geschäftsführer Christian Müller angelastet, der die Übernahme von McTrek im Jahr 2020 noch optimistisch bewertet hatte. Die darauf folgenden unbezahlten Forderungen und die Insolvenzanträge mehrerer Gläubiger ließen schließlich alle Hoffnungen auf eine Sanierung zerschellen.

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