Deutsche haben erstmals eine Milliarde Kurznachrichten pro Tag verschickt

| pte 
| 04.04.2023

Anstieg um 50 Prozent gegenüber 2021 – Corona-Pandemie als ein Haupttreiber.

In Deutschland werden pro Bürger und Tag im Schnitt 19 Kurznachrichten, per Messenger oder klassische SMS, empfangen, wie eine Erhebung des Berliner Digitalverbands Bitkom zeigt. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es erst 13 Nachrichten – ein Anstieg um knapp die Hälfte (46 Prozent) im Vergleich zu 2021.

Private und berufliche Nutzung

Insgesamt gehen pro Tag 1,1 Milliarden Kurznachrichten pro Tag in Deutschland ein, hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2023 werden es rund 400 Milliarden sein, so die Prognose. "Erstmals gehen in Deutschland jeden Tag mehr als eine Milliarden Kurznachrichten durch die Kommunikationsnetze", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Nicht nur privat, auch im beruflichen Kontext haben Kurznachrichten seit der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen. "In vielen Unternehmen ist die Kommunikation über Messenger-Dienste mittlerweile selbstverständlich – intern wie extern", so Rohleder. Insgesamt empfangen nur acht Prozent der Nutzer weniger als fünf Kurznachrichten am Tag. Bei rund 16 Prozent sind es fünf bis zehn, bei 37 Prozent zehn bis 20 Nachrichten täglich.

Zahl der Vielschreiber nimmt zu

Am deutlichsten gestiegen ist die Zahl derer, die 20 oder mehr Kurznachrichten pro Tag empfangen, sie liegt aktuell bei einem Drittel – vor zwei Jahren waren es noch ein Viertel. Vor allem die 16- bis 29-Jährigen halten mit Kurznachrichten Kontakt und bleiben so informiert.

In dieser Altersgruppe gehen pro Tag bei jeder und jedem zweiten (50 Prozent) mehr als 20 Kurznachrichten ein, gefolgt von den 30- bis 49-Jährigen (36 Prozent). Unter den über 65-Jährigen empfangen nur 23 Prozent mehr als 20 Kurznachrichten pro Tag.

www.bitkom.org

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