Ciao Winterspiele!
Olympia 2026 endet mit Rekorden, Medaillen und Nachhaltigkeitsdebatte

| Redaktion 
| 23.02.2026

Mit der Schlussfeier in der Arena di Verona sind die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 offiziell zu Ende gegangen. 116 Entscheidungen, 16 Wettkampftage und eine dezentrale Organisationsstruktur prägten die 25. Winterspiele. Sportlich wurden Bestmarken erreicht, organisatorisch neue Wege beschritten – wirtschaftlich und ökologisch bleiben offene Fragen.

Um 22.41 Uhr erlosch das olympische Feuer. Damit endete ein Großereignis, das sich nicht auf eine Stadt konzentrierte, sondern auf mehrere Regionen Norditaliens verteilte. Mailand, Cortina d’Ampezzo, Antholz, Livigno und weitere Standorte bildeten ein geografisch gestrecktes Organisationsmodell, das als Alternative zu den klassischen "Gigantismus“-Spielen positioniert wurde.

Schlussakt in der Arena von Verona

Die Abschlusszeremonie fand in der Arena di Verona statt, einem römischen Amphitheater aus dem ersten Jahrhundert. Erstmals wurde eine olympische Schlussfeier an einem Ort ausgetragen, an dem keine Wettbewerbe stattgefunden hatten.

Unter dem Titel "Beauty in Action" verband das Programm die Parade der Athletinnen und Athleten, die Ehrung der Volunteers sowie die offizielle Übergabe der olympischen Flagge an die Gastgeber der Winterspiele 2030 in den französischen Alpen mit kulturellen Beiträgen aus Musik und Performance. Rund 8.000 Zuschauer verfolgten die Veranstaltung vor Ort, sie wurde international übertragen.

Rekorde auf Schnee und Eis

Sportlich setzte Olympia 2026 mehrere markante Punkte. Norwegen führte den Medaillenspiegel an, Gastgeber Italien erreichte mit 30 Medaillen seine bislang erfolgreichste Winterspiele-Bilanz. Deutschland beendete die Spiele mit 26 Medaillen auf Rang fünf.

Die auffälligsten sportlichen Eckdaten:

  • 116 Medaillenentscheidungen in acht Sportarten

  • 30 Medaillen für Italien als nationale Bestmarke

  • 26 Medaillen für Deutschland

  • Dominanz traditioneller Wintersportnationen im Medaillenspiegel

  • Olympische Premiere des Skibergsteigens

Auffällig bleibt die strukturelle Stabilität des Wintersports: Die Medaillen verteilten sich erneut vor allem auf etablierte Wintersportländer. Neue Märkte und Nationen blieben – trotz einzelner Achtungserfolge – die Ausnahme.

Dezentrale Spiele als Organisationsmodell

Milano Cortina 2026 setzte bewusst auf bestehende Standorte und eine regionale Verteilung. Anders als frühere Winterspiele wurden keine neuen "Olympic Cities“ geschaffen, sondern bestehende Wintersportzentren genutzt und teilweise modernisiert.

Dieses Modell reduziert zwar punktuelle Verdichtung, erhöht jedoch die logistischen Anforderungen erheblich. Transport, Sicherheit, Medienkoordination und Athletenbewegungen verteilten sich über ein weites alpines Gebiet. Für zukünftige Bewerberländer könnte dieses Modell dennoch relevant sein – insbesondere für Staaten, die keine einzelnen Großstädte mit vollständiger Winterinfrastruktur besitzen.

Wirtschaftliche Effekte und langfristige Nutzung

Nach offiziellen Angaben wurden rund 1,3 Millionen Tickets verkauft. Entscheidend wird jedoch nicht die Zahl der Besucher während der Spiele sein, sondern die Nachnutzung der Infrastruktur.

Besonders im Fokus stehen:

  • Investitionen in alpine Sportstätten

  • Betriebskosten neuer oder modernisierter Anlagen

  • Touristische Auslastung nach den Spielen

  • Klimatische Verlässlichkeit von Wintersportregionen

Gerade vor dem Hintergrund steigender Temperaturen stellt sich für alpine Austragungsorte zunehmend die Frage nach langfristiger Schneesicherheit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit.

Politisches Signal und strategischer Übergang

Mit dem Abschluss in Verona endet nicht nur ein Sportereignis, sondern auch ein strategischer Zyklus des Internationalen Olympischen Komitees. Die Spiele galten als Test für eine kompaktere, flexiblere Organisationsform nach den kostenintensiven Mega-Events der vergangenen Jahrzehnte.

Ob Milano Cortina 2026 als Referenzmodell für künftige Winterspiele dienen wird, hängt weniger von sportlichen Rekorden als von der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Bilanz in den kommenden Jahren ab.

Mit dem Erlöschen der Flamme richtet sich der Blick nun auf die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen – und auf die Frage, wie sich das olympische Modell weiterentwickeln wird.

Deutsche Medaillen 2026

Olympische Winterspiele Milano Cortina

Gesamt: 26 Medaillen
8 Gold | 10 Silber | 8 Bronze


Bobsleigh – 8
3 Gold | 4 Silber | 1 Bronze

Luge – 5
3 Gold | 1 Silber | 1 Bronze

Skeleton – 6
3 Silber | 3 Bronze

Alpine Skiing – 2
2 Silber

Ski Jumping – 1
1 Gold

Freestyle Skiing – 1
1 Gold

Biathlon – 1
1 Bronze

Cross-Country Skiing – 1
1 Bronze

Figure Skating – 1
1 Bronze

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Deutsche Medaillen 2026

Olympische Winterspiele Milano Cortina

Gesamt: 26 Medaillen
8 Gold | 10 Silber | 8 Bronze


Bobsleigh – 8
3 Gold | 4 Silber | 1 Bronze

Luge – 5
3 Gold | 1 Silber | 1 Bronze

Skeleton – 6
3 Silber | 3 Bronze

Alpine Skiing – 2
2 Silber

Ski Jumping – 1
1 Gold

Freestyle Skiing – 1
1 Gold

Biathlon – 1
1 Bronze

Cross-Country Skiing – 1
1 Bronze

Figure Skating – 1
1 Bronze

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