KI für Führungskräfte
Sieben Bereiche, in denen KI CEOs helfen kann - und was sie nicht kann

In welchen Bereichen KI dem CEO wirklich hilft und warum es nicht immer sinnvoll ist, eigene KI-Experten einzustellen.

KI bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die die Entscheidungsfindung, Effizienz und Innovationskraft eines CEOs maßgeblich beeinflussen können. Hier sind einige Beispiele, in denen KI für einen CEO nützlich sein kann:

  1. Vorhersage von Markttrends: Durch die Analyse großer Mengen von Marktdaten kann KI zukünftige Trends und Veränderungen in der Industrie vorhersagen. Ein CEO kann diese Daten nutzen, um strategische Entscheidungen wie die Entwicklung neuer Produkte oder die Anpassung von Marketingstrategien zu treffen.
  2. Risikomanagement: KI kann durch Datenanalyse dabei helfen, potenzielle Risiken bei Geschäftsvorgängen zu identifizieren und zu bewerten. Auf diese Weise unterstützt sie Unternehmensleiter dabei, proaktive Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen, sei es in den Bereichen Finanzen, Cybersicherheit oder Lieferkette.
  3. Personalisierte Kundenansprache: KI-gestützte CRM-Systeme (Customer Relationship Management) ermöglichen es Unternehmen, Kundeninteraktionen zu personalisieren, indem sie Kaufverhalten, Präferenzen und Interaktionen analysieren und nutzen. Dies führt zu höherer Kundenzufriedenheit und -bindung.
  4. Optimierung von Geschäftsprozessen: KI kann eingesetzt werden, um ineffiziente Prozesse zu identifizieren und Verbesserungsvorschläge zu machen, von der Produktion über den Vertrieb bis hin zum Supply Chain Management. Dadurch können Kosten gesenkt und die Produktivität gesteigert werden.
  5. Entscheidungsunterstützung: Durch die Analyse komplexer Datenmengen kann KI CEOs mit Erkenntnissen unterstützen, die sie bei strategischen Entscheidungen leiten. Dazu gehören Investitionsentscheidungen, die Expansion in neue Märkte oder die Einführung von Innovationsinitiativen.
  6. Talentmanagement und -rekrutierung: KI-gestützte Tools können dabei helfen, die besten Talente zu identifizieren, indem sie Bewerber mit anderen Kandidaten vergleichen.
  7. Nachhaltigkeitsinitiativen: KI kann Unternehmen dabei helfen, ihre Umweltauswirkungen zu analysieren und Strategien zur Reduzierung von CO2-Emissionen oder Abfall zu entwickeln.

Letztlich kann KI dem Manager viel Arbeit abnehmen. Das schafft Freiräume für Aufgaben, bei denen der Mensch nicht ersetzbar ist. Der Manager kann sich also besser um diese Dinge kümmern.

Wo KI (noch) nicht einsetzbar ist

Natürlich stößt auch KI an Grenzen. Bereiche, in denen die Technologie noch wenig hilfreich ist, sind zum Beispiel solche, in denen kritisches Denken und Soft Skills gefragt sind. Denn KI hat keine Emotionen.

Auch bei der Strategieentwicklung sollte man, wenn überhaupt, nur vorsichtig auf KI setzen. „Um Strategien zu entwickeln, müssen Manager Ideen sammeln, Gespräche führen, die beste und einzigartige Lösung finden. Das kann einem ChatGPT nicht beibringen“, sagt Yoshito Hori, der in Tokio die Graduate School of Management, Globis University, gegründet hat, in der Wirtschaftswoche. „Da kommt es auf Interaktion an. Auf Intuition. Was aber, wenn KI einem Unternehmen die gleichen Entscheidungen empfiehlt wie einem Konkurrenten? Wo ist dann das Alleinstellungsmerkmal?“

Eigene Experten einstellen - ja oder nein?

So naheliegend es im Moment sein mag, eigene KI-Experten einzustellen - das ist nicht immer der richtige Weg, warnt Christoph Magnussen, Berater von Blackboat, in der WiWo: „Die Modelle sind zu viel mehr in der Lage, als wir denken. Die Systeme werden immer besser darin, die Prompts selbst zu verfeinern. Die menschliche Fähigkeit braucht es dafür in Kürze nicht mehr.“

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