Stationärer Möbelhandel
Westwing eröffnet Flagship Store in München

| Redaktion 
| 14.09.2026

Westwing setzt den Ausbau seines stationären Geschäfts in München fort. In der Residenzstraße 24 eröffnet der Einrichtungshändler einen neuen Flagship Store mit mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche. Der Standort ersetzt den bisherigen temporären Store nahe dem Odeonsplatz und führt erstmals ein neues Ladenkonzept ein, das stationären Einkauf, digitale Sortimentszugänge und persönliche Beratung enger miteinander verbindet.

Westwing eröffnet in seiner Heimatstadt München einen neuen Flagship Store. Der Standort in der Residenzstraße 24 ersetzt den bisherigen temporären Store nahe dem Odeonsplatz und umfasst mehr als 400 Quadratmeter auf zwei Etagen. Für den ursprünglich im Onlinehandel groß gewordenen Einrichtungshändler ist die Eröffnung Teil des Ausbaus seiner stationären Präsenz.

Dabei geht es nicht allein um zusätzliche Verkaufsfläche. In München führt Westwing erstmals sein sogenanntes Store Concept 3.0 ein. Es soll den stationären Einkauf enger mit dem Onlineangebot verbinden. Kund:innen können Produkte vor Ort ansehen, ausprobieren und teilweise direkt kaufen. Gleichzeitig ermöglichen iPad-Stationen den Zugriff auf das gesamte internationale Sortiment des Unternehmens.

Westwing verzahnt Online- und Filialgeschäft

Das Konzept verdeutlicht, welche Funktion Westwing seinen Geschäften innerhalb des Geschäftsmodells zuweist. Während der Onlineshop eine deutlich größere Produktauswahl bereitstellt, dient die Filiale auch dazu, Möbel und Einrichtungsgegenstände physisch erlebbar zu machen.

Der Münchner Standort ist deshalb stärker nach Produktkategorien gegliedert als bisherige Westwing-Stores. Verschiedene Ausführungen eines Möbelstücks lassen sich dort unmittelbar miteinander vergleichen. Hinzu kommt ein hauseigener Design Service für individuelle Einrichtungsberatung.

Das Sortiment umfasst Produkte der Westwing Collection sowie ausgewählte Artikel von Partnermarken. Präsentiert werden diese in Bereichen für Wohnen, Essen, Schlafen und Dekoration. Ein zusätzlicher Blumenbereich gehört ebenfalls zum Store. Auffällige Gestaltungselemente wie ein Eingangsportal, eine Präsentationsfläche für Polstermöbel und eine Marmorkasse sollen dem Standort einen eigenständigen Charakter geben.

Flagship Store stärkt Präsenz im Heimatmarkt

Mit dem Flagship Store setzt Westwing seine Entwicklung vom reinen E-Commerce-Anbieter hin zu einem Händler mit mehreren Vertriebskanälen fort. CEO Andreas Hoerning beschreibt den neuen Standort als Beispiel dafür, wie das Unternehmen den stationären Handel künftig gestalten will.

"Der Store verbindet Inspiration, Produkterlebnis und persönliche Beratung auf eine Weise, die zeigt, wie wir die Zukunft des stationären Handels verstehen", sagt Hoerning.

Für Westwing hat München dabei besondere Bedeutung. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat dort bis heute seinen Hauptsitz. Seit Oktober 2018 ist die Westwing Group SE an der Frankfurter Börse notiert.

Stationäre Stores ergänzen das E-Commerce-Modell

Die stärkere Verzahnung von digitalen und physischen Vertriebskanälen ist auch vor dem Hintergrund der Unternehmensgröße relevant. Westwing ist nach eigenen Angaben mittlerweile in 26 europäischen Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2025 erreichte das Unternehmen ein Bruttowarenvolumen (GMV) von 507 Millionen Euro.

Zum Geschäftsmodell gehören neben dem Onlineshop und den stationären Stores auch B2B-Angebote unter Westwing Business sowie ein Design Service. Der neue Standort in München bündelt mehrere dieser Elemente erstmals im Store Concept 3.0.

Damit erhält die Filiale eine Funktion, die über den unmittelbaren Verkauf hinausgeht: Sie wird zum physischen Zugangspunkt für ein Sortiment, das zum großen Teil weiterhin digital verfügbar ist. Für Westwing ist der Münchner Flagship Store somit vor allem ein weiterer Schritt bei der Verbindung von E-Commerce, stationärem Handel und Beratungsangeboten.

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