Verleihung in Berlin
Preis für Popkultur 2026: Nina Chuba, Westbam und Peaches ausgezeichnet

| Redaktion 
| 23.06.2026

Erstmals vor der Kulisse der Fête de la Musique hat der Preis für Popkultur am Sonntag seinen zehnjährigen Geburtstag in Berlin gefeiert – standesgemäß mit der jüngsten Verleihung des hauseigenen Awards in insgesamt elf Kategorien. Statt kommerzieller Kennzahlen geben bei der Auswahl kultur- und werteorientierte Einschätzungen der Vereinsmitglieder den Ausschlag.  

Seit inzwischen zehn Jahren stellt der Preis für Popkultur eine unabhängige deutsche Musik- und Kulturauszeichnung dar, die vom gemeinnützigen Verein zur Förderung der Popkultur e. V. vergeben wird.

Dabei unterstreicht der Award, dass die Zeit der rein kommerziell orientierten Verleihungen vorüber zu sein scheint: Wie auch beim Polyton entscheidet ein exklusiver Personenkreis darüber, wobei es sich um kulturell relevante Musik oder wünschenswertes Engagement handelt – in diesem Fall die über 500 Mitglieder des ausrichtenden Vereins, bei denen es sich unter anderem um Klubbetreiber, Künstler oder Journalisten handelt.

"Wir freuen uns sehr, dass wir die Verleihung des Preises für Popkultur trotz der fehlenden Bundesförderung auch 2026 wieder möglich machen können", sagten Josefine Nowack und Stephan Hengst, die Vorstandsvorsitzenden des Vereins zur Förderung der Popkultur, im Vorfeld der Veranstaltung mit Blick auf aktuelle finanzielle Herausforderungen.

Gemeinsame Sache mit Fête de la Musique

Am Sonntag war es schließlich so weit, wobei der Preis für Popkultur in diesem Jahr erstmals vor der Kulisse von Fête de la Musique, dem "Fest der Musik", stattfand. Das Mitmach-Festival wird seit langem stets zum kalendarischen Sommeranfang gefeiert und verwandelt die Straßen, Plätze oder Parks der Hauptstadt zuverlässig in kostenlose Bühnen für Amateur- und Profimusiker.

Zur eigentlichen Preisverleihung wiederum fanden sich schließlich rund 400 geladene Gäste im Berliner Zeiss-Großplanetarium ein.

"Eine Dekade Preis für Popkultur: Das bedeutet großartige Live-Auftritte, aber vor allem auch Menschen, die immer wieder für die Sache zusammenkommen, und neue Verbindungen zwischen Künstler:innen, die sich hier begegnen", sagten Josefine Nowack und Stephan Hengst auf der Bühne in Berlin.

"Pop braucht nicht unbedingt Staatspreise"

Die Veranstalter riefen ins Gedächtnis: "Gerade in der aktuellen Zeit, in der immer mehr Kulturförderungen ausbleiben, sind wir sehr froh, dass wir die heutige Veranstaltung dank aller Beteiligten in so kurzer Zeit noch auf die Beine stellen konnten."

Auch der ehemalige Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner thematisierte, dass der verantwortliche Verein für die Verbreitung der Meinung seiner Mitglieder derzeit keine Mittel aus Steuergeldern mehr erhält: "Pop braucht nicht unbedingt Staatspreise, aber Auszeichnungen, die aus der Szene für die Szene kommen, so wie der Preis für Popkultur."

Dieser Szene sind letztendlich Preise in elf unterschiedlichen Kategorien entsprungen, die Sonntag unter anderem an Peaches (Band), Grenzkontrolle (Newcomer), Tristan Brusch (Album), Fayim (Song) oder Nina Chuba (Live) gegangen sind.

Abseits der Hauptkategorien wurde Techno-Pionier Westbam überdies für sein beeindruckendes Lebenswerk gewürdigt; alle Gewinner versammelt der beistehende Infokasten.

Preis für Popkultur: Alle Gewinner 2026

  • Lieblingsband: Peaches - Not In Your Mouth None of Your Business
  • Hoffnungsvollster Newcomer: Grenzkontrolle - Revolution
  • Lieblingsproduzentin: Novaa (Antonia Rug) – "LiLiLiebe" von Mieze Katz feat. Madeline Juno
  • Lieblingsalbum: Tristan Brusch – Am Anfang
  • Lieblingssong: Fayim – Näher
  • Bewegendstes Bild (Video, Bewegtbildmaterial oder Bewegtbildproduktion): Martin Groß (Autor) – "Jamel – Lauter Widerstand"
  • Beeindruckendste Liveshow: Nina Chuba – Arena Tour
  • Gelebte Popkultur: SchwuZ Queer Club für 48 Jahre gelebte Popkultur
  • Lieblingspodcast: Visions / Jan Schwarzkamp – Der Soundtrack meines Lebens
  • Herausragendes gesellschaftliches Engagement: Corner Chor – "Scheiß AFD Jodler"
  • Lebenswerk: Westbam

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Preis für Popkultur: Alle Gewinner 2026

  • Lieblingsband: Peaches - Not In Your Mouth None of Your Business
  • Hoffnungsvollster Newcomer: Grenzkontrolle - Revolution
  • Lieblingsproduzentin: Novaa (Antonia Rug) – "LiLiLiebe" von Mieze Katz feat. Madeline Juno
  • Lieblingsalbum: Tristan Brusch – Am Anfang
  • Lieblingssong: Fayim – Näher
  • Bewegendstes Bild (Video, Bewegtbildmaterial oder Bewegtbildproduktion): Martin Groß (Autor) – "Jamel – Lauter Widerstand"
  • Beeindruckendste Liveshow: Nina Chuba – Arena Tour
  • Gelebte Popkultur: SchwuZ Queer Club für 48 Jahre gelebte Popkultur
  • Lieblingspodcast: Visions / Jan Schwarzkamp – Der Soundtrack meines Lebens
  • Herausragendes gesellschaftliches Engagement: Corner Chor – "Scheiß AFD Jodler"
  • Lebenswerk: Westbam

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