Kryptowährungen
Bitcoin kaufen – ja oder nein?

| Redaktion 
| 04.03.2024

Der Kurs der bekanntesten Kryptowährung klettert steil nach oben. Viele in der Anlegergemeinde fragen sich, ob sie jetzt noch einsteigen sollen oder nicht.

Der Bitcoin-Preis befindet sich erneut auf einem Höhenflug, und die Frage, ob sich ein Einstieg jetzt noch lohnt, gewinnt an Dringlichkeit. Mit Blick auf den jüngsten Anstieg der Kryptowährung und parallele Rekorde bei Börsenindizes wie dem Dax und Dow Jones, erwägt die Anlegergemeinde, ob der Zeitpunkt für eine Investition in Bitcoin gekommen ist. Die Diskussion dreht sich um die Etablierung von Bitcoin als Anlageklasse, die Eignung für Investoren im Jahr 2024, die Nachhaltigkeit solcher Anlagen und die daraus resultierenden Kursprognosen.

Bitcoin, die 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise eingeführte Kryptowährung, basiert auf der Blockchain-Technologie und unterscheidet sich von traditionellen Währungen durch die Abwesenheit einer Zentralbank. Die limitierte Verfügbarkeit von 21 Millionen Coins trägt zur Preissteigerung bei. Ein anstehendes "Halving" im April, bei dem die Belohnung für das Schürfen von Bitcoins halbiert wird, hat in der Vergangenheit zu Kurssteigerungen geführt und signalisiert für viele Experten die Ankunft von Bitcoin in der Welt der etablierten Anlageklassen.

Kurs vor potenziell historischer Marke

Eric Demuth, Gründer der Bitcoin-Handelsplattform Bitpanda sieht den Kurs der Kryptowährung vor einer potenziell historischen Marke. "Wir könnten das bisherige Allzeithoch von rund 69.000 Dollar überschreiten", sagt er im Handelsblatt, während Timo Emden, Leiter des Analyseunternehmens Emden Research, auf die Volatilität und die ungewisse Preisentwicklung hinweist.

Die Meinungen über die zukünftige Preisentwicklung von Bitcoin gehen weit auseinander. Tom Lee von Fundstrat Global Advisors sieht ein Kursziel von 150.000 Dollar bis Ende des Jahres, während andere Experten mit Prognosen von 75.000 bis knapp 70.000 Dollar vorsichtiger sind.

Welche Gewichtung im Portfolio?

Der Markt für Kryptowährungen ist bekannt für seine Volatilität, was Peter Schiff, ein bekannter Investor und Kryptokritiker, pointiert zusammenfasst: "Während Aktien die Treppe nach oben nehmen und den Fahrstuhl nach unten, nimmt Bitcoin den Fahrstuhl nach oben und springt dann von der Klippe." Das Handelsblatt empfiehlt, Kryptowährungen nur einen geringen Anteil im Portfolio einzuräumen. Die Anschaffung von Bitcoin kann über Kryptobörsen wie Binance oder Coinbase erfolgen, wobei die Gebühren variieren. Für die sichere Aufbewahrung bieten sich Hot- oder Cold-Wallets an, die den Anlegern direkten Zugriff auf ihre Coins gewähren.

Für Anleger, die an der Wertentwicklung von Bitcoin interessiert sind, ohne direkt zu investieren, bieten sich Zertifikate oder Exchange Traded Notes (ETN) an. In Deutschland sind jedoch Bitcoin-ETFs aufgrund regulatorischer Vorgaben nicht verfügbar.

In Bezug auf die Steuerpflicht von Kryptowährungsgewinnen gilt: Werden Bitcoin innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft, ist dieser steuerpflichtig. Eine Ausnahme besteht, wenn die Haltedauer über ein Jahr beträgt oder der Gewinn 600 Euro nicht überschreitet. Während sich die Meinungen darüber, ob Bitcoin das neue Gold ist, teilen, entwickelt sich der Markt für Kryptowährungen stetig weiter, mit Alternativen wie Ethereum oder Stablecoins, die eine geringere Volatilität aufweisen.

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