Deutscher KI-Preis 2023: Vertreter der Künstlichen Intelligenz im Rampenlicht

Am Donnerstagabend fand im Axel Springer-Hochhaus in Berlin die fünfte Verleihung des renommierten "Deutschen KI-Preises" statt. Diese Auszeichnung, vergeben von WELT, zählt zu den bedeutendsten Ehrungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz in Deutschland.

Seit 2018 werden herausragende Leistungen in der Anwendung und Entwicklung von KI gewürdigt.

Bundesminister für bessere Rahmenbedingen bei KI-Entwicklung

Die feierliche Gala begann mit einer Eröffnungsrede von Dr. Volker Wissing, dem Bundesminister für Digitales und Verkehr. In seiner Rede betonte er die Bedeutung digitaler Innovationen und die Notwendigkeit, bessere Rahmenbedingungen für Entwickler von KI zu schaffen. Der Bundesminister sagte: „Entwickler von KI brauchen einen einfachen Zugang zu Daten, Klarheit zu künftigen Standards und maßgeschneiderte Förderangebote. Wir haben eine starke Forschungslandschaft zu KI und innovative Start-ups. Diesen möchte ich den Rücken stärken.“

Carolin Hulshoff Pol, CEO der WELT Gruppe, wies darauf hin, dass KI eines der dominierenden Themen unserer Zeit sei und dass der Deutsche KI-Preis dazu diene, diejenigen sichtbar zu machen, die Künstliche Intelligenz zum Wohl der Gesellschaft vorantreiben und innovative Lösungen entwickeln.

Die Preisträger

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des KI-Innovationspreises, der mit 35.000 Euro dotiert ist. Dieser Preis wurde in diesem Jahr an Prof. Dr. Josef "Sepp" Hochreiter verliehen. Prof. Hochreiter ist international anerkannter KI-Wissenschaftler und der Vorsitzende des Instituts für Machine Learning an der Johannes Kepler Universität Linz. Er erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung eines hochleistungsfähigen Sprachmodells. Prof. Hochreiter zeigte sich geehrt und betonte, dass dieser Preis sowohl eine Auszeichnung als auch eine Verpflichtung sei, Künstliche Intelligenz weiterhin im Dienste der Gesellschaft zu erforschen und zu entwickeln.

Jury-Mitglied und KI-Unternehmer Chris Boos: „Sepp Hochreiter ist einer der absoluten Vordenker der Künstlichen Intelligenz. Weil er tut, was Wissenschaftler tun sollten, nämlich sein Wissen teilen, nach Feedback suchen und andere ausbilden, hat er bisher nicht die öffentliche Anerkennung erhalten, die ihm und seinen Ergebnissen zusteht. Darum freue ich mich ganz besonders, dass so ein Forscher, Lehrer und bodenständiger Mensch nun mit dem ‚Deutschen KI-Preis‘ ausgezeichnet wird.“

Der KI-Anwenderpreis wurde an das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) mit Sitz in Heidelberg vergeben. Das EMBL setzt KI erfolgreich in der Strukturbiologie, Bildanalyse und Technologieentwicklung ein, um die Mikrobiologie voranzutreiben.

Den KI-Start-Up-Preis erhielt das Münsteraner Jungunternehmen "Syte". Syte hat sich auf die Identifizierung ungenutzter Potenziale für wirtschaftliches und klimagerechtes Bauen mithilfe von KI und umfangreichen Datensätzen spezialisiert. Die Auszeichnung würdigt ihre innovativen Ansätze zur Optimierung von Bauprojekten.

In Anbetracht der Bedeutung der Entwicklung generativer Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft unterstreicht die Verleihung des Deutschen KI-Preises 2023 das Potenzial der Künstlichen Intelligenz in Deutschland und Europa.

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