"Pfeffer-Ranking": Das sind die Top-PR-Agenturen des Landes

Deutscher PR-Markt legt im zweiten Jahr in Folge deutlich zu.

Das Ranking 2022 des PR-Journals – das nach seinem Gründer und Herausgeber Gerhard Pfeffer benannt ist – weist es aus: Die PR-Agenturbranche verzeichnet im Geschäftsjahr 2022 bei den PR-Honoraren im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 12,8 Prozent auf 720,1 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter:innen ist um 7,2 Prozent gewachsen.

Die Ergebnisse basieren auf den Angaben von 103 Agenturen, die ihre PR-Honorarumsätze und ihre Mitarbeiterentwicklung für das Ranking 2022 gemeldet haben – 86 davon mit Testat durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Marktführer bleibt die FischerAppelt Agenturgruppe. Den zweiten Platz belegt die MC Group, Drittplatzierter ist die Serviceplan Content Group.

Die Top 20 Agenturen

  1. FischerAppelt Agenturgruppe – 72,22 Millionen Euro Honorarumsatz (+16,3 Prozent)
  2. MC Group – 70,85 Millionen Euro (+19,9 Prozent)
  3. Serviceplan Content Group – 56,87 Millionen Euro (+11,3 Prozent)
  4. Achtung! Agenturgruppe – 27,91 Millionen Euro (+8 Prozent)
  5. Weber Shandwick – 26,81 Millionen Euro (+19,6 Prozent)
  6. Oliver Schrott Kommunikation – 26,79 Millionen Euro (+9,8 Prozent)
  7. Ressourcenmangel – 25,07 Millionen Euro (+4,4 Prozent)
  8. Edelman – 23,96 Millionen Euro (+1,5 Prozent)
  9. Faktor 3 – 22,05 Millionen Euro (+3,3 Prozent)
  10. Faktenkontor Gruppe – 20,36 Millionen Euro (+20,2 Prozent)
  11. MSL – 19,59 Millionen Euro (+25,5 Prozent)
  12. ifok – 18,37 Millionen Euro (+58,1 Prozent)
  13. Palmer Hargraeves – 15,65 Millionen Euro (+31,3 Prozent)
  14. Piabo PR – 14,15 Millionen Euro (+6,9 Prozent)
  15. Fleishman Hillard Germany – 13,53 Millionen Euro (+11,8 Prozent)
  16. Orca Group – 12,72 Millionen Euro (+24,6 Prozent)
  17. Markenzeichen Gruppe – 11,02 Millionen Euro (+4 Prozent)
  18. DP-Medsystems – 10,83 Millionen Euro (+22,8 Prozent)
  19. Haebmau – 10,68 Millionen Euro (+17,76 Prozent)
  20. Komm.Passion – 10,26 Millionen Euro (+29,8 Prozent)

Wachsende Bedeutung der Public Relation

PR-Journal-Herausgeber und Ranking-Macher Gerhard Pfeffer ordnet die Ergebnisse so ein: "Die Teilnahme von 86 Agenturen, die ihre Zahlen mit einem Testat belegen, zeigt, dass das PR-Agenturumsatz- und Mitarbeiter-Ranking erneut auf validen Zahlen fußt. Außerdem unterstreicht es die professionelle Entwicklung der Kommunikationsbranche. Die Angaben zu den Honoraren und Mitarbeitenden belegen, dass die PR-Agenturbranche trotz schwieriger Zeiten solide und professionell zugelegt hat. Das freut mich! Auch der Vergleich mit anderen Kommunikationsdisziplinen unterstreicht die wachsende Bedeutung der Public Relations in Deutschland." Für die Berechnung wurden die Daten der Agenturen herangezogen, die 2021 und 2022 gemeldet haben.

Seit 2020 kooperiert Pfeffer mit der Gesellschaft PR-Agenturen (GPRA), um die Rankingzahlen valider zu machen. Auch ein Beirat mit PR-Fachleuten aus der Agenturwelt, der Industrie und der Wissenschaft unterstützt dieses Vorhaben.

Top 3 unverändert

Beim Blick auf das Spitzentrio zeigt sich, dass der PR-Honorarumsatz aller drei Agenturen im Vergleich zum Vorjahr zweistellig gewachsen ist. FischerAppelt als Marktführer legt um 16,3 Prozent auf 72,22 Millionen Euro zu, die MC Group kommt mit einem Plus von 19,9 Prozent auf 70,85 Millionen Euro und die Serviceplan Content Group als Drittplatzierter steigert sich um 11,3 Prozent auf 56,87 Millionen Euro.

Grafik: Entwicklung PR-Umsätze und Mitarbeiteranzahl
Einen Zuwachs von 12,8 Prozent (grüner Balken) beim PR-Honorarumsatz und 7,2 Prozent (grauer Balken) bei der Mitarbeiterentwicklung weist das aktuelle Ranking des PR-Journals für das Jahr 2022 aus. © PR Journal

Die Zahl der Mitarbeiter:innen ist bei den Top-3-Agenturen ebenfalls gestiegen, bei FischerAppelt nur leicht von 511 auf 520 (+ 9), bei der MC Group von 336 auf 388 (+ 52) und bei Serviceplan im PR- und Content-Bereich von 266 auf 297 (+ 31).

Auffallende Entwicklung in den Top 20

Beim Blick auf die stärksten Wachstumsquoten unter den Top 10 Agenturen fallen die Faktenkontor Gruppe (+ 20,2 Prozent auf 20,36 Millionen Euro), damit konnte sie Platz 10 verteidigen, MC Group wie erwähnt (+ 19,9 Prozent auf 70,22 Millionen Euro) und WeberShandwick (+ 19,6 Prozent auf 26,81 Millionen Euro), von Platz 8 auf Platz 5, auf.

Beim Blick auf die Plätze 11 bis 20 – Honorarumsätze von 19,59 (MSL) bis 10,26 (Komm.Passion) Millionen Euro – sticht die ifok GmbH, Institut für Organisationskommunikation, Bensheim, heraus, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 58,1 Prozent von 11,62 auf 18,37 Millionen Euro PR-Honorarumsatz gesteigert hat. Damit kletterte sie von Platz 15 auf 12 und verzeichnet in dieser Gruppe den größten Zuwachs beim PR-Honorarumsatz. Sieben weitere Agenturen zwischen Platz 11 und Platz 20 verzeichnen zweistellige Zuwächse.

www.pr-journal.de

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