ShareNow muss Mitarbeiter entlassen

Carsharing-Anbieter wollte ursprünglich ein Drittel der Belegschaft abbauen – jetzt sollen es doch weniger sein.

Den Beschäftigten des Carsharing-Anbieters ShareNow stehen unstete Zeiten bevor. Wie Gründerszene unter Berufung auf das Firmenumfeld berichtet, will das Unternehmen eine größere Anzahl an Mitarbeiter:innen entlassen. So seien dem Betriebsrat von ShareNow Pläne zur Prüfung vorgelegt worden, bei denen mindestens 150 der 450 Mitarbeitenden das Unternehmen verlassen müssten.

Dass es Entlassungen geben wird, bestätigte ShareNow nach Erscheinen des Artikels, widersprach jedoch der kolportierten Anzahl. Hier handle es sich einem Sprecher des Unternehmens zufolge um eine "veraltete Information". Aktuell gehe man von einem Abbau von weniger als 50 Mitarbeiter:innen aus. "Wir sind froh, dass wir einen weitergehenden Personalabbau aufgrund von fortschreitenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat sowie einer Vielzahl an weiteren Maßnahmen, unter anderem dem Auslaufenlassen von befristeten Verträgen und sonstigen Einsparmaßnahmen, verhindern konnten", teilt ShareNow mit.

"Das wird kein Spaziergang"

ShareNow war 2019 aus Car2Go und DriveNow, den Carsharing-Töchtern von Daimler und BMW, hervorgegangen. Vergangenen Mai wurde das Unternehmen dann an den Autokonzern Stellantis (Fiat Chrysler und Peugeot) verkauft. Brigitte Courtehoux – Chefin von Free2move, dem eigenen Carsharing-Dienstleister von Stellantis – hatte bereits bei der Übernahme angekündigt, ShareNow mit "finanzieller Disziplin" profitabel machen zu wollen, auch wenn das "kein Spaziergang" werden würde. Denn im Gegensatz zu Free2move ist ShareNow bisher ein Millionengrab. 2020 betrug das Minus etwa 235 Millionen Euro.

Aktuell ist ShareNow in 16 europäischen Städten mit rund 10.000 Fahrzeugen vertreten. Die Anzahl der Kund:innen beträgt laut Unternehmensangaben 3,4 Millionen. Diese Zahlen sollen in den kommenden Jahren deutlich gesteigert werden. Bis 2030 wolle Stellantis mit Carsharing rund 15 Millionen Kunden und einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro erreichen, so Courtehoux.

www.share-now.com

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