Berliner Unicorn Infarm feuert mehr als die Hälfte seiner Belegschaft

500 Mitarbeiter müssen das Gewächshaus-Start-up verlassen, damit es 2023 profitabel werden kann.

Das Berliner Foodtech-Start-up Infarm entlässt mehr als die Hälfte seiner Belegschaft. Firmenchef Erez Galonska hat am Montag auf einer Mitarbeiterversammlung bekanntgegeben, dass rund 500 der aktuell 950 Mitarbeiter:innen das Unternehmen verlassen müssen. Einen entsprechenden Bericht des Handelsblattes, dem eine von einem Teilnehmer aufgezeichnete Tonaufnahme der Veranstaltung vorliegt, wurde am Abend via Presseaussendung von Infarm bestätigt.

"Das ist die schwierigste Entscheidung, die ich je als Firmenchef treffen musste", wird Galonska vom Handelsblatt zitiert. Er begründete den Schritt mit der schwierigen Finanzierungssituation an den Kapitalmärkten. Für Infarm drehe sich aktuell alles darum, im kommenden Jahr profitabel zu werden. Dafür müsse sich das Unternehmen sich "auf das Wesentliche" konzentrieren.

Der Fokus werde in Zukunft auf die Gewächshauszentren in Kopenhagen, Frankfurt und Toronto gerichtet, so Erez Galonska und seine Mitgründer Guy Galonska und Osnat Michaeli. In diesen Märkten habe man mittlerweile ein so gutes Standing, dass 2023 profitabel gewirtschaftet werden könne. Zudem werde das neue Gewächshauszentrum in Baltimore (USA) eröffnet. Im Gegenzug werden die Geschäfte in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden zurückgefahren. Das Business in Japan werde einer genaueren Prüfung unterzogen.

www.infarm.com

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