IQAir World Air Quality Report 2025
Deutschlands größte Städte im Vergleich: Wo die Luft am saubersten ist

Wie sauber ist die Luft in Deutschlands größten Städten – und wie hat sie sich zuletzt entwickelt? Ein Vergleich der zehn bevölkerungsreichsten Städte zeigt: Große Sprünge gibt es kaum. Einige Städte haben sich leicht verbessert, andere leicht verschlechtert. Insgesamt liegen viele Metropolen dicht beieinander - und es gibt eine neue Nummer 1.

Die sauberste unter den größten heimischen Städten ist 2025 Köln, wie aus den Daten des jüngst erschienenen IQAir World Quality Report 2025 herauszulesen ist. Die Domstadt kommt auf einen Wert von 8,2 (je niedriger der Wert, desto besser) und liegt damit vor München, Hamburg, Düsseldorf und Essen. Im Vorjahr lag Köln noch bei 8,7 – die Stadt hat sich also leicht verbessert und setzt sich 2025 an die Spitze des Rankings.

Auf Platz zwei folgt München mit 8,3. Die bayerische Landeshauptstadt gehört damit weiterhin zu den Städten mit der saubersten Luft unter den größten deutschen Kommunen. Anders als Köln gab es hier aber keine Veränderung: München lag bereits 2024 bei 8,3 und bleibt damit fürderhin auf konstant niedrigem, also gutem Niveau.

Hamburg und Düsseldorf verbessern sich

Dahinter folgen Hamburg und Düsseldorf mit jeweils 8,6. Hamburg verbesserte sich leicht von 8,7 auf 8,6. Deutlicher fällt die Entwicklung in Düsseldorf aus: Dort sank der Wert von 9,6 auf 8,6. Essen folgt mit 8,8 und liegt damit nahezu auf Vorjahresniveau.

Im Mittelfeld liegen Leipzig mit 9,5, Stuttgart mit 10,0 und Frankfurt am Main mit 10,3. In allen drei Städten ist die Belastung 2025 höher als 2024. Leipzig stieg von 8,8 auf 9,5, Stuttgart von 9,1 auf 10,0, Frankfurt von 9,1 auf 10,3.

Schlusslicht Berlin

Am unteren Ende des Rankings stehen Dortmund mit 10,5 und Berlin mit 11,4. Auch hier zeigt der Vergleich nach oben: Dortmund lag 2024 noch bei 9,6, Berlin bei 10,8. Die Hauptstadt bleibt damit Schlusslicht unter den zehn größten Städten und weist 2025 den höchsten Wert im Vergleich auf.

Der Blick auf die Rangliste zeigt zweierlei: Zum einen liegen viele Städte dicht beieinander, zwischen Platz eins und dem Mittelfeld trennen oft nur wenige Zehntel. Zum anderen ist die Entwicklung keineswegs einheitlich. Köln, Hamburg und Düsseldorf haben sich verbessert, während Berlin, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart und Leipzig schlechter abschneiden als im Vorjahr.

Europas Fortschritte geraten ins Stocken

Diese Entwicklung passt in einen größeren europäischen Trend. Ein aktueller internationaler Bericht zeigt, dass die Fortschritte bei der Luftqualität in Europa ins Stocken geraten. In 23 Ländern stieg die durchschnittliche Feinstaubbelastung zuletzt, nur 18 Länder verzeichneten einen Rückgang. Von einem klaren Erfolgskurs kann also keine Rede sein.

Waldbrände und Saharastaub als Feinstaub-Treiber

Wobei Europas Luftprobleme nicht nur hausgemacht sind. Rauch aus kanadischen Waldbränden belastete 2025 auch die Luft in Europa. Dazu kamen Saharastaub und regionale Faktoren wie Holzverbrennung im Winter. Luftverschmutzung ist ein grenzüberschreitendes und klimabedingtes Problemund wir sehen ein europäischen Muster: Es gibt keine stabile, durchgehende Verbesserung.

Zugleich bleiben die Gesundheitsziele in weiter Ferne. Weltweit überschreiten 91 Prozent der Länder den Richtwert der Weltgesundheitsorganisation für Feinstaub. Nur 14 Prozent der Städte erfüllen die Empfehlung. 

WHO-Ziele in Bausch und Bogen verfehlt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt für Feinstaub der Kategorie PM2,5 besonders strenge Richtwerte an – aus gutem Grund. Die Partikel sind kleiner als 2,5 Mikrometer, also so winzig, dass sie tief in die Lunge eindringen und sogar in den Blutkreislauf gelangen können. Sie gelten als gesundheitlich besonders problematisch, weil sie unter anderem Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Leiden und langfristig auch Krebs begünstigen können.

Saubere Luft nur in 13 Ländern der Welt

In Europa hielten 2025 nur noch drei Länder diesen WHO-Richtwert für den Jahresmittelwert ein: Andorra, Estland und Island. Weltweit schafften das lediglich 13 Staaten und Territorien. Dazu zählen neben den drei europäischen Ländern auch Australien, Barbados, Bermuda, Französisch-Polynesien, Grenada, Neukaledonien, Panama, Puerto Rico, Réunion und die Amerikanischen Jungferninseln.

Umgekehrt heißt das: 130 der 143 erfassten Länder und Territorien, also 91 Prozent, verfehlten die WHO-Empfehlung.

Am stärksten belastet waren dem Bericht zufolge Pakistan, Bangladesch, Tadschikistan, der Tschad und die Demokratische Republik Kongo.

Relevante Daten fehlen

Zugleich wird die Datengrundlage lückenhafter: Durch das Ende eines wichtigen US-Messprogramms stehen in vielen Regionen weniger Luftqualitätsdaten zur Verfügung. Teilweise ist deshalb nicht einmal mehr klar, wie stark die Belastung tatsächlich ist.

 

 

 

Ranking: Luftqualität in Deutschlands Top 10 (Wert 2025)

1.      Köln — 8,2

2.      München — 8,3

3.      Hamburg — 8,6

4.      Düsseldorf — 8,6

5.      Essen — 8,8

6.      Leipzig — 9,5

7.      Stuttgart — 10,0

8.      Frankfurt am Main — 10,3

9.      Dortmund — 10,5

10.  Berlin — 11,4

Quelle: IQ Air, niedrigere Werte stehen für sauberere Luft

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Ranking: Luftqualität in Deutschlands Top 10 (Wert 2025)

1.      Köln — 8,2

2.      München — 8,3

3.      Hamburg — 8,6

4.      Düsseldorf — 8,6

5.      Essen — 8,8

6.      Leipzig — 9,5

7.      Stuttgart — 10,0

8.      Frankfurt am Main — 10,3

9.      Dortmund — 10,5

10.  Berlin — 11,4

Quelle: IQ Air, niedrigere Werte stehen für sauberere Luft

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