Carsten Maschmeyer wirft René Benko "Heuschrecken-Kapitalismus" vor

Der Unternehmer und Investor lässt mit einer ungewöhnlich harten Kritik an dem österreichischen Galeria-Karstadt-Kaufhof-Inhaber aufhorchen.

Im Zuge der jüngst bekanntgewordenen großen finanziellen Schwierigkeiten, in denen sich die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof befindet, wird auch die Kritik an René Benko immer lauter. Der österreichische Investor ist mit seiner Signa Holding Alleineigentümer der Handelskette. Nachdem bereits Gewerkschaft und Politik Benko stärker in die Pflicht forderten und verlangen, dass die Signa finanzielle Mittel zuschießt um die Zukunft von Galeria Karstadt Kaufhof zu sichern, reiht sich mit Carsten Maschmeyer jetzt auch ein prominenter Unternehmer in die Schar der Benko-Kritiker ein.

Maschmeyer, der der breiten Öffentlichkeit unter anderem als Investor in der Vox-Start-up-Show "Die Höhle der Löwen" bekannt ist, lässt gegenüber ntv.de mit einem ungewohnt scharfen Angriff auf den Österreicher aufhorchen. Benko sei es offenbar nur darum gegangen, "sich die Filetstücke wie das Berliner KaDeWe unter den Nagel zu reißen oder teuer weiterzuverkaufen", so der 63-Jährige.

Galeria Karstadt Kaufhof habe "in nicht zu verantwortender Weise Staatshilfen in Höhe von fast 700 Millionen Euro bekommen" und im Gegensatz zur Lufthansa habe der Konzern die bisher nicht zurückgezahlt, kritisiert Maschmeyer weiter und legt nach: "Mit dem Druckmittel der Insolvenz in Eigenverwaltung soll durchgesetzt werden, noch mehr Geld zu bekommen, aber trotzdem Menschen zu entlassen und Filialen abzustoßen. Das ist schon fast Erpressung und das Gesamtgebaren erinnert an einen Heuschrecken-Kapitalismus." René Benko hat sich zu den Aussagen von Maschmeyer bisher noch nicht öffentlicht geäußert.

www,carsten-maschmeyer.de

www.galeria.de

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