Deutschland sucht den Superstar
Menowin Fröhlich: Erzählerischer Höhepunkt im Quotentief

| Redaktion 
| 10.05.2026

Am Samstagabend hat "Deutschland sucht den Superstar" erstmals einen Sieger gekürt, der insbesondere Fans des Casting-Formats schon lange vorher bekannt gewesen sein dürfte: Im dritten Anlauf konnte sich der 38-jährige Menowin Fröhlich im Finale der langlebigen Musikshow gegen die Konkurrenz durchsetzen. Einen Erfolg in den ersten beiden Versuchen hätten allerdings deutlich mehr Menschen bezeugt.

Im Durchschnitt 1,83 Millionen Zuschauer und ein Marktanteil von 11,6 Prozent in der Zielgruppe der 14-bis 49-jährigen bedeuteten die geringsten Werte, die ein Finale von "Deutschland sucht den Superstar" jemals erreicht hat – und dabei handelt es sich um die Zahlen für den Abschluss der 21. Staffel, die Christian Jährig für sich entscheiden konnte.

Für den vergangenen Samstagabend wiederum vermeldete RTL am Sonntag durchschnittlich 1,63 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 9,4 Prozent in der besagten Zielgruppe. Im Interesse einer Erfolgsmeldung wird der Fokus auf die "sehr guten 10,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 59-Jährigen" gerichtet, die RTL am Samstag "den Primetime-Sieg unter den Privatsendern" bescheren.

Menowin fröhlich siegt im dritten Anlauf

Ohne jemals gewonnen zu haben, gehörte Menowin Fröhlich schon vor dem Start der 22. Staffel "Deutschland sucht den Superstar" zu den bekannteren Persönlichkeiten, die das Format hervorgebracht hat. Schon vor 21 Jahren schaffte er es in der dritten Staffel unter die letzten 20 Teilnehmer, ehe ihm Konflikte mit dem Gesetz zum Verhängnis wurden und er die Show verlassen musste.

Nach abgesessener Haftstrafe erreichte er 2010 das Finale der siebten Staffel, wo er sich – für viele überraschend – Mehrzad Marashi geschlagen geben musste. Danach blieb Menowin Fröhlich primär als Reality-Kandidat (etwa "Promi Big Brother") oder als Gegenstand von Reportagen in Erscheinung, die anhaltende Probleme mit Betäubungsmitteln oder Bewährungsstrafen beleuchtet haben.

Aller guten Dinge sind drei: Menowin Fröhlich nach seinem Triumph (Bild: RTL / UFA / TAI NGO)
Aller guten Dinge sind drei: Menowin Fröhlich nach seinem Triumph (Bild: RTL / UFA / TAI NGO)

Zum jüngst abgeschlossenen Casting kam Fröhlich eigentlich, weil er seine Tochter Jiepen bei ihrem eigenen Versuch unterstützen wollte. Letztlich griff er doch selbst zum Mikrofon und wurde mit einem Recall-Ticket ausgestattet. Die eigentlich geltende Regel, dass ehemalige Finalisten nicht noch einmal teilnehmen dürfen, wurde dafür kurzerhand ausgehebelt.

Gepaart mit der Biopic-typischen Story des hartnäckigen Künstlers, der nach dem Kampf mit seinen eigenen Dämonen endlich am lange herbeigesehnten Karriereziel ankommt, werden vor allem in sozialen Medien gewisse Zweifel an der Authentizität der präsentierten Abläufe geäußert.

"Werden keinen Superstar finden"

Tatsächlich war auch Chef-Juror Dieter Bohlen nur mäßig von der sonstigen Qualität der aktuellen Finalrunde überzeugt: "Wir werden keinen Superstar finden", erklärte der 72-jährige der Bild gewohnt nonchalant vor der Show am Samstag. Die Klassifizierung sei "ein bisschen zu hoch" gegriffen, sodass er sich mit einem einfachen "Star" bereits zufrieden geben würde, so der ehemalige Modern Talking-Produzent.

Einen solchen sahen die votierenden Zuschauer am ehesten in Menowin Fröhlich: 56,52 Prozent gingen letztendlich auf sein Konto, womit er sich recht deutlich vor Constance Dizendorf mit 30,30 Prozent behaupten konnte. Auf Tyrell Hagedorn entfielen 8,75 Prozent, während Paco Simic für 4,43 Prozent der Sieger war.

Menowin Fröhlich wiederum darf sich neben seinem Sieg selbst auch über 100.000 Euro Prämie und die Veröffentlichung seines Songs "Mercy on me" auf Embassy of Music freuen. Ansonsten ist nach dem Casting vor dem Casting: Schon jetzt können sich interessierte Talente für die 23. Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" bewerben.

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