Oktoberfest 2026
Wiesn-Bilanz mit neuem Besucherrekord

| Redaktion 
| 04.10.2026

Zwei Wochen Ausnahmezustand, vergnügte Besucher und am Ende jede Menge Zahlen: Wenn die Wiesn ihre Pforten schließt, wird das größte Volksfest der Welt vom Schauplatz zur Statistik. Deren beeindruckendste Erkenntnis sind die fast 900.000 Menschen mehr als im Vorjahr, die sich dem Oktoberfest hingegeben und damit für die meistbesuchte Ausgabe in der 216 Jahren langen Geschichte des Events gesorgt haben.

Wie die Zeit doch verfliegt, wenn die Stimmung gut ist: Gefühlt vorgestern haben wir vom souveränen Fassanstich-Debüt von Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause berichtet, der das 191. Oktoberfest offiziell eröffnet hat. Tatsächlich ist seitdem eine Menge passiert – hier etwa dokumentiert durch unsere Beiträge zur Bild-Wiesn, dem Almauftrieb, den Sixt-Damenwiesen oder auch zum Bits & Pretzels-Finale.  

Noch während die letzten Maßkrüge auf der Theresienwiese geleert werden, haben die Verantwortlichen Bilanz gezogen und können nicht weniger als das meistbesuchte Oktoberfest aller Zeiten vermelden – mit 7,4 Millionen Gästen durften rund 900.000 mehr als noch im Vorjahr begrüßt werden. Auch die Oide Wiesn konnte mit 447.00 Besuchern ein Plus von fast 25 Prozent verzeichnen.

Wiesn wachsen vor allem unter Woche

Seitens der Veranstalter freut man sich dabei besonders darüber, dass die Bemühungen der Besucherlenkungs-Kampagne "How to Wiesn" offenbar nicht vergebens waren: Wie angedacht sind vor allem die Besucherzahlen unter der Woche gestiegen; konkret um 18,5 Prozent in der ersten und um sogar 28,9 Prozent in der zweiten Woche.

Die meisten von ihnen hatten eine kurze Anreise, da der "überwiegende Teil" der Gäste aus München oder dem Umland kommt. Andere haben weitere Wege auf sich genommen, um bayerische Lebensfreude am eigenen Leib zu erfahren – neben den naheliegenden Österreichern und Italienern gehören dieses Jahr vor allem US-Amerikaner zu den häufigsten internationalen Mitfeiernden.

Ungewiss, ob Arnold Schwarzenegger als Österreicher oder US-Amerikaner in die internationale Besucherstatistik eingeht – in jedem Fall war er bereits Ende September zu Besuch bei Siegfried Able im Marstall Festzelt (Bild: Brauer Photos / G. Nitschke)
Ungewiss, ob Arnold Schwarzenegger als Österreicher oder US-Amerikaner in die internationale Besucherstatistik eingeht – in jedem Fall war er bereits Ende September zu Besuch bei Siegfried Able im Marstall Festzelt (Bild: Brauer Photos / G. Nitschke)

Weniger stark als der generelle Ansturm ist der Bierverbrauch in die Höhe gegangen, wie der Verein der Münchner Brauereien zusammengerechnet hat: 6,7 Millionen verköstigte Maß bedeuten einen Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber 2025, als 6,5 Millionen Krüge über die Theke gegangen sind.

Wachsender Beliebtheit erfreuen sich daneben alkoholfreie Biere (10,7 Prozent) und alkoholfreie Getränke (runde zehn Prozent); die Nachfrage nach Weißbier ist sogar um 12,6 Prozent gestiegen.

Weniger Fundsachen trotz Besucherrekord

Das vermehrte Personenaufkommen ging erwartungsgemäß auch mit intensiverer Arbeit für Ordnungshüter einher. Etwa 1600-fach kam die Polizei demnach zum Einsatz, wobei ein Schwerpunkt auf Rauschgiftverstößen gelegen haben soll.

Bis zum vorletzten Veranstaltungstag wurden rund 607.000 Euro an Sicherheitsleistungen hinterlegt. Dazu werden insbesondere Personen aufgefordert, bei denen etwa wegen fehlendem festen Wohnsitz in Deutschland nicht sichergestellt ist, dass sie später zu einem Verfahren erscheinen oder eine mögliche Geldstrafe zahlen.

Schlagerlegende Jürgen Drews mit Ehefrau Ramona beim fünften „Kinderlachen Dirndl & Lederhosen Stammtisch“ in der Käfer Schänke (Bild: Brauer Photos / G. Nitschke)
Schlagerlegende Jürgen Drews mit Ehefrau Ramona beim fünften „Kinderlachen Dirndl & Lederhosen Stammtisch“ in der Käfer Schänke (Bild: Brauer Photos / G. Nitschke)

Im Fundbüro des Oktoberfests sind unter anderem 400 Handys / Smartphones, 250 Bankkarten, 350 Brillen, 450 Ausweise, 750 Geldbeutel oder 1050 Kleidungsstücke gelandet – unterm Strich hat München dieses Jahr allerdings deutlich besser auf seine Wertsachen aufgepasst: Zusammengerechnet rund 4000 Fundsachen bedeuten ein Minus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr, trotz Rekordbesucherzahl.

Als einige der ungewöhnlicheren Gegenstände heben die Veranstalter einen dicken Bildband über Tibet, die etwa 1,80 Meter große Figur eines Imbiss-Standes, einen Geldbeutel mit 18 Karten oder ein Akkordeon hervor. Ebenfalls verloren gegangen sind sechs Kinder zwischen null und 13 Jahren, die allerdings allesamt schnell wieder mit ihren Aufsichtspersonen zusammengeführt werden konnten.

Leider sind nicht alle Vorfälle glimpflich ausgegangen: Schon am dritten Oktoberfest-Tag kam ein Sicherheitsmitarbeiter ums Leben, als er aus noch ungeklärten Umständen unter der Gondel des Fahrgeschäfts Hangover eingeklemmt wurde. Zwei Besucher im Seniorenalter starben nach einem Kreislaufvorfall beziehungsweise einem Sturz einige Tage später im Krankenhaus; am finalen Sonntag wiederum erlitt ein Mitarbeiter einer Schiffschaukel schwere Kopfverletzungen.

Das Oktoberfest 2026 in Zahlen

Gäste

  • 7,4 Millionen Gäste insgesamt
  • 447.000 Gäste auf der Oiden Wiesn
  • 422.000 Gäste am Kindertag in der zweiten Woche

Sicherheit

  • Rund 1600 Polizeieinsätze
  • 607.000 Euro an Sicherheitsleistungen hinterlegt
  • Rund 4000 Fundsachen
  • 1,1 Prozent Abtransportquote in Kliniken
  • 13 Feuerwehreinsätze
  • Rund 160 Verstöße gegen Jugendschutzregeln
  • Rund 1400 Sicherheitskräfte im Einsatz
  • Schichtstärke von bis zu 730 Personen

Konsum und Lebensmittel

  • Rund 6,7 Millionen Maß Bier ausgeschenkt
  • Acht Lebensmittelkontrolleure im Einsatz
  • 396 Betriebe unter regelmäßiger Überprüfung
  • 1158 Kontrollen durchgeführt
  • 15 Verbraucherbeschwerden

Müll und Reinigung

  • 92 Tonnen Müll auf dem Festgelände zusammengekehrt
  • 54 Tonnen Müll im Straßenumfeld
  • Gesamtaufkommen: Rund 1015 Tonnen Müll
  • 127 Tonnen gemischter Glasbruch
  • Bis zu 30 Mitarbeiter pro Nacht im Einsatz

Energie und Verbrauch

  • 2,65 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht
  • Höchste Tagesspitze von 11.471 Kilowatt
  • Rund 83.800 Kubikmeter Wasserverbrauch
  • Circa 129.651 Kubikmeter Gasverbrauch

Verkehr

  • Täglich mehr als 230 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MVG
  • Rund 9000 zusätzliche Fahrten von Bussen und Bahnen
  • Mehr als 500 zusätzliche oder verlängerte S-Bahn-Fahrten der Deutschen Bahn

Quelle: oktoberfest.de

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Das Oktoberfest 2026 in Zahlen

Gäste

  • 7,4 Millionen Gäste insgesamt
  • 447.000 Gäste auf der Oiden Wiesn
  • 422.000 Gäste am Kindertag in der zweiten Woche

Sicherheit

  • Rund 1600 Polizeieinsätze
  • 607.000 Euro an Sicherheitsleistungen hinterlegt
  • Rund 4000 Fundsachen
  • 1,1 Prozent Abtransportquote in Kliniken
  • 13 Feuerwehreinsätze
  • Rund 160 Verstöße gegen Jugendschutzregeln
  • Rund 1400 Sicherheitskräfte im Einsatz
  • Schichtstärke von bis zu 730 Personen

Konsum und Lebensmittel

  • Rund 6,7 Millionen Maß Bier ausgeschenkt
  • Acht Lebensmittelkontrolleure im Einsatz
  • 396 Betriebe unter regelmäßiger Überprüfung
  • 1158 Kontrollen durchgeführt
  • 15 Verbraucherbeschwerden

Müll und Reinigung

  • 92 Tonnen Müll auf dem Festgelände zusammengekehrt
  • 54 Tonnen Müll im Straßenumfeld
  • Gesamtaufkommen: Rund 1015 Tonnen Müll
  • 127 Tonnen gemischter Glasbruch
  • Bis zu 30 Mitarbeiter pro Nacht im Einsatz

Energie und Verbrauch

  • 2,65 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht
  • Höchste Tagesspitze von 11.471 Kilowatt
  • Rund 83.800 Kubikmeter Wasserverbrauch
  • Circa 129.651 Kubikmeter Gasverbrauch

Verkehr

  • Täglich mehr als 230 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MVG
  • Rund 9000 zusätzliche Fahrten von Bussen und Bahnen
  • Mehr als 500 zusätzliche oder verlängerte S-Bahn-Fahrten der Deutschen Bahn

Quelle: oktoberfest.de

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