Functional Nutrition
DearBelly: Gründer von Gustavo Gusto setzt auf Pflanzenvielfalt

| Redaktion 
| 08.10.2026

Es soll nicht bei Tiefkühlpizza bleiben: Christoph Schramm, Gründer von Gustavo Gusto, hat an der Seite einiger vertrauter Mitstreiter die Good Grounds GmbH ins Leben gerufen und mit dem Sektor der Functional Nutrition einen völlig anderen Lebensmittelmarkt ins Auge gefasst. Ein Produkt ist in Form von DearBelly – dem "ersten biozertifizierten Pflanzenkonzentrat seiner Art" – bereits erhältlich.

Als Christoph Schramm vor zwölf Jahren mit Gustavo Gusto an den Start ging, war Tiefkühlpizza ein absolutes Massenprodukt, von dem fast jeder Konsument eine bestimmte Variante favorisierte. Doch der ambitionierte Ansatz, die bestehende Kundschaft mit Qualität und Handwerk von der eigenen Pizza zu überzeugen, erwies sich als lukrativ: Das Projekt wuchs zur etablierten Food-Marke heran und machte Schramm zum gängigen Namen in der deutschen Gründerszene.

Trotz des anhaltenden Erfolgs mit Gustavo Gusto ist der unternehmerische Hunger offenbar noch nicht gestellt, schließlich widmet er sich dieser Tage einer Kategorie, in der umso intensiver viel über Qualität, Inhaltsstoffe und zeitgemäße Ernährung diskutiert wird: Functional Nutrition.

Konkret will Schramm mit seinem Team unter dem Markennamen DearBelly dazu beitragen, dass Pflanzenvielfalt und Ballaststoffe rund um das Darmmikrobiom alltagstauglichere Themen werden.

Über 50 Zutaten für mehr Pflanzenvielfalt

Die Idee hinter DearBelly liest sich im Kern nicht allzu exotisch: Menschen sollen mehr unterschiedliche Pflanzen essen. Das begründet das Unternehmen vor allem damit, dass Ballaststoffe, Polyphenole und andere Pflanzenstoffe nicht nur der Ernährung des Menschen, sondern auch den Darmbakterien wichtige Grundlagen liefern.

Dem Alltagsproblem, regelmäßig eine entsprechende Vielfalt an Pflanzen zu konsumieren, wollen Schramm und sein Mitgründer Luigi Leon La Marca mit ihrem Produkt entgegenwirken.

Dazu bündelt DearBelly über 50 Zutaten aus 44 Gemüse-, Obst- und Beerensorten in einem flüssigen Pflanzenkonzentrat, das obendrauf um lösliche Ballast-, natürliche Bitter- und fermentierte Inhaltsstoffe angereichert wird.

Empfohlen wird, das Konzentrat einmal täglich mit Wasser oder etwa Saft verdünnt zu konsumieren; alternativ lässt es sich beispielsweise in Joghurt, Porridge oder einen Smoothie mischen.

Vom persönlichen Anlass zur neuen Marke

Beide DearBelly-Köpfe können einen persönlichen Bezug zum Themenkomplex vorweisen: Bei Christoph Schramm rückte das Thema durch eine Autoimmunerkrankung seiner Tochter in den Lebensmittelpunkt, während Luigi Leon La Marca selbst mit einer Darm-Dysbiose und reaktiver Arthritis zu tun hatte. Aus ihren eigenen Erfahrungen und den dazugehörigen Recherchen entstand letztlich der Entschluss, DearBelly zu gründen.

Neben La Marca gehören auch Michael Götz, Benjamin Krapf und Guido Haugg zum Gründerteam der Good Grounds GmbH, unter deren Dach die Marke zuhause ist.

Die personellen Überschneidungen mit Gustavo Gusto sind dabei durchaus auffällig, sollen aber nicht mit einer Fortsetzung oder Erweiterung des Pizza-Geschäfts verwechselt werden: DearBelly wird ausdrücklich unabhängig entwickelt und verfügt laut Unternehmen über ein eigenes Team sowie eigenständige Vertriebs- und Marketingstrukturen.

Die Verbindung der beiden Marken liegt demnach weniger in der operativen Organisation als in einem gemeinsamen unternehmerischen Anspruch: Bestehende Lebensmittelkategorien sollen über Produktqualität, Transparenz und konsequente Entwicklung neu gedacht werden.

Die Produktion beginnt im Boden

Auch bei der Herstellung will DearBelly einen Unterschied zu vielen klassischen Nahrungsergänzungsprodukten machen. Dazu wird das flüssige Konzentrat nicht etwa getrocknet und anschließend als Pulver oder Kapsel angeboten, sondern einem kalten, sauerstoffarmen Verfahren zur Konzentration der Zutaten unterzogen.

Für die Haltbarmachung kommt anschließend die sogenannte Hochdruckbehandlung (HPP) zum Einsatz, bei der das Produkt mit sehr hohem Druck behandelt, anstatt es durch starke Erhitzung haltbar zu machen. Der Anspruch dahinter ist, die enthaltenen Pflanzenstoffe so weit wie möglich in ihrer ursprünglichen Form zu bewahren.

Wenn die Qualität eines solchen Produkts auch von der Vielfalt seiner Pflanzen abhängt, rückt deren Anbau zwangsläufig in den Fokus.

Dabei berufen sich die DearBelly-Verantwortlichen auf Angaben des EUSO Soil Health Dashboard, laut denen rund 61 Prozent der bewerteten EU-Böden mindestens eine relevante Belastung aufweisen. Bei mehr als der Hälfte wurde demnach ein Rückgang des organischen Kohlenstoffs festgestellt.

In Reaktion darauf möchte DearBelly alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau (Kontrollstelle: DE-ÖKO-037) beziehen und gemeinsam mit den involvierten Partnerbetrieben zur Verbesserung der Bodengesundheit beitragen; zum Beispiel durch Bio-Anbau und regenerative Methoden.

DearBelly

Die komplette Zutatenliste laut Unternehmen:

  • Gemüsesaftkonzentrat (22 Prozent) aus Tomaten, Karotten, Schwarzkohl, Pak Choi, Chinakohl, Fenchel, Rote Bete, Brokkoli, Paprika, Kohlrabi, Gurken, Radicchio, Spinat, Zucchini, Romanesco-Blumenkohl, Rotkohl, violetten Süßkartoffeln, Mangold, Rucola, Catalogna-Chicorée, weißem Rettich
  • Beerenpüree (16 Prozent) aus Erdbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Himbeeren
  • Schwarzkarottensaft
  • Akazienfaserpulver
  • Fermentiertes Gemüsesaftkonzentrat (8 Prozent) aus Rote Bete, Topinambur
  • Fruchtsaftkonzentrat (7 Prozent) aus Boskoop-Äpfeln, Pfirsichen, Bergamotten, Aprikosen, Orangen, Zitronen, Sauerkirschen, Trauben
  • Haferdrinkpulver (glutenfrei)
  • Beerenpulver (5 Prozent) aus Heidelbeeren, Himbeeren (gefriergetrocknet), Erdbeeren (gefriergetrocknet)
  • Extrakte aus Oliven, Aroniabeeren, wilden arktischen Preiselbeeren, Artischockenblättern, Löwenzahnwurzeln, Mönchsfrucht (konzentriert), Kurkumawurzeln
  • Olivenöl nativ extra
  • Zitronensaft
  • Olivenfruchtpulver
  • Natürliches schwarzes Johannisbeeraroma

Zubereitungsempfehlung:

Einmal täglich zwei volle Esslöffel (28,6 ml) in einem ¼ Glas (80 ml) kaltem Wasser, Pflanzendrink oder Saft verrühren. Für Kinder ab 6 Jahren: Ein Esslöffel (14,3 ml) pro Tag mit 40 ml Flüssigkeit. Kann auch in Joghurt, Porridge, Shakes oder Smoothies gemischt werden.

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DearBelly

Die komplette Zutatenliste laut Unternehmen:

  • Gemüsesaftkonzentrat (22 Prozent) aus Tomaten, Karotten, Schwarzkohl, Pak Choi, Chinakohl, Fenchel, Rote Bete, Brokkoli, Paprika, Kohlrabi, Gurken, Radicchio, Spinat, Zucchini, Romanesco-Blumenkohl, Rotkohl, violetten Süßkartoffeln, Mangold, Rucola, Catalogna-Chicorée, weißem Rettich
  • Beerenpüree (16 Prozent) aus Erdbeeren, schwarzen Johannisbeeren, Himbeeren
  • Schwarzkarottensaft
  • Akazienfaserpulver
  • Fermentiertes Gemüsesaftkonzentrat (8 Prozent) aus Rote Bete, Topinambur
  • Fruchtsaftkonzentrat (7 Prozent) aus Boskoop-Äpfeln, Pfirsichen, Bergamotten, Aprikosen, Orangen, Zitronen, Sauerkirschen, Trauben
  • Haferdrinkpulver (glutenfrei)
  • Beerenpulver (5 Prozent) aus Heidelbeeren, Himbeeren (gefriergetrocknet), Erdbeeren (gefriergetrocknet)
  • Extrakte aus Oliven, Aroniabeeren, wilden arktischen Preiselbeeren, Artischockenblättern, Löwenzahnwurzeln, Mönchsfrucht (konzentriert), Kurkumawurzeln
  • Olivenöl nativ extra
  • Zitronensaft
  • Olivenfruchtpulver
  • Natürliches schwarzes Johannisbeeraroma

Zubereitungsempfehlung:

Einmal täglich zwei volle Esslöffel (28,6 ml) in einem ¼ Glas (80 ml) kaltem Wasser, Pflanzendrink oder Saft verrühren. Für Kinder ab 6 Jahren: Ein Esslöffel (14,3 ml) pro Tag mit 40 ml Flüssigkeit. Kann auch in Joghurt, Porridge, Shakes oder Smoothies gemischt werden.

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