Landhotels mit Character
Fünf besondere Fincahotels auf Mallorca für den Herbst

| Redaktion 
| 08.10.2026

Frühstück zwischen Olivenbäumen, alte Natursteinmauern und ein Abendessen, für das niemand selbst einkaufen muss: Fincahotels verbinden das Landleben auf Mallorca mit dem Komfort eines Hotels. An diesen fünf Adressen lässt es sich besonders genüsslich urlauben  – vom ehemaligen Kloster bei Pollença bis zum persönlich geführten Landhaus bei Llucmajor.

Eine eigene Finca auf Mallorca klingt nach einem guten Plan. Viel Platz, keine fremden Liegenachbarn, der Tagesablauf gehört einem selbst. Allerdings auch der Einkauf. Und die Frage, wer morgens zum Bäcker fährt. Ein Fincahotel nimmt seinen Gästen einen Teil dieser Aufgaben ab, ohne sie dafür in eine große Ferienanlage zu versetzen.

Die folgenden fünf Häuser unterscheiden sich in Architektur, Atmosphäre und Angebot. Sie alle entfalten ihre besondere Schönheit gerade im Herbst.

1. Finca Serena bei Montuïri: Weinberge statt Strandpromenade

25 Zimmer, verteilt auf einem weitläufigen Anwesen zwischen Weinreben, Olivenbäumen und Lavendel: Die Finca Serena richtet den Blick auf Mallorcas Inselinneres. Spazier- und Laufwege führen über das Gelände, dazu kommen Yogaangebote und das Único Spa. Im Restaurant Jacaranda stehen saisonale Zutaten und Produkte aus der Region im Mittelpunkt.

Der Reiz liegt in der Konzentration auf wenige Dinge: Landschaft, Essen, Bewegung und die Möglichkeit, den Tag nicht vollständig zu verplanen. Wer Mallorca lieber mit einem Buch als mit einer langen Ausflugsliste besucht, findet hier ein passendes Konzept.

2. Son Brull bei Pollença: Ein Kloster mit kulinarischem Eigenleben

Son Brull war im 18. Jahrhundert ein Jesuitenkloster und landwirtschaftlicher Betrieb. Heute beherbergt das historische Gebäude ein Fünf-Sterne-Hotel, umgeben von 32 Hektar Weinbergen, Obstgärten und alten Olivenbäumen. Pollença liegt rund zwei Kilometer entfernt, das Meer etwa sechs Kilometer: ländlich, aber keineswegs abgeschnitten.

Auch das Restaurant erzählt die Geschichte des Hauses weiter. Sein Name „3/65“ geht auf die Überlieferung zurück, das Anwesen habe so viele Fenster wie das Jahr Tage. Neben den Zimmern im Hauptgebäude gibt es separate Villa-Suiten, die das Hotel auch für Familien anbietet. Die Adresse passt zu Reisenden, die historische Architektur und gutes Essen schätzen, aber auf Ausflüge in einen lebendigen Ort nicht verzichten möchten.

3. Es Racó d’Artà: Naturmaterialien und eigene kleine Häuser

Bei Es Racó d’Artà prägt die Gestaltung das gesamte Urlaubskonzept. Antoni Esteva und Jaume Danús haben ein Landgut mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert neu interpretiert. Naturmaterialien, zurückhaltende Farben und handwerkliche Details bestimmen die Räume.

Im historischen Haupthaus befinden sich acht Zimmer; hinzu kommen über das Gelände verteilte Casitas und weitere eigenständige Häuser. Einige Unterkünfte verfügen über einen eigenen Pool. Besonders interessant ist die Adresse für Architektur- und Designliebhaber, die sorgfältig ausgewählte Materialien und klare Räume schätzen. Die Lage bei Artà bietet zudem einen Ausgangspunkt, um Mallorcas Nordosten zu erkunden.

4. Grand Hotel Son Net in Puigpunyent: Die herrschaftliche Variante

Dass ein Landhotel nicht zwangsläufig schlicht sein muss, zeigt Son Net. Das Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert steht in Puigpunyent am Fuß der Serra de Tramuntana. Innenarchitekt Lorenzo Castillo hat die historischen Räume gestaltet und dabei ursprüngliche Elemente wie Holzbalken, Steinböden und alte Kamine einbezogen.

Zum Anwesen gehören ein historischer Innenhof, eine private Kapelle und ein eigener Malvasia-Weinberg. Son Net ist innerhalb dieser Auswahl die Adresse für Gäste, die großzügige, individuell eingerichtete Räume und klassische Interieurs bevorzugen. Der Aufenthalt hat den Charakter eines Besuchs auf einem herrschaftlichen Landsitz.

5. Es Llobets bei Llucmajor: Ein Platz an der langen Tafel

Eine Finca aus dem 14. Jahrhundert, ein 150 Hektar großes Anwesen und Gastgeber, die ihre Gäste persönlich umsorgen: Es Llobets im ländlichen Süden Mallorcas ergänzt die Auswahl um ein kleines, familiär geführtes Landhaus. Zum Frühstück kommen die Gäste an einer langen Tafel zusammen – je nach Wetter im Garten oder im Speisesaal.

An drei Abenden pro Woche bieten die Gastgeber nach Voranmeldung ein gemeinsames Abendessen mit mehrgängigem Menü an. Eine Bibliothek, ein Salon mit Kamin und ruhige Plätze im Garten lassen auch zwischen den Mahlzeiten genügend Raum für einen Tag ohne Programm.

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