Bilder aus Berlin
Auf eine Coke Light mit Bruce Darnell

| Redaktion 
| 07.10.2026

Am Dienstagabend hat Bruce Darnell ins Berliner Restaurant Borchardt geladen – doch statt  guter Küche stand im ersten Obergeschoss ein absoluter Klassiker unter den Erfrischungsgetränken im Mittelpunkt: Mit der vom TV-Juror gehosteten "Coke Light Experience" soll der Softdrink als popkulturelle Konstante und nicht allein als zuckerfreie Variante der "normalen" Cola positioniert werden.

Beim Thema Zucker ist in Berlin gerade einiges in Bewegung: Eigentlich schien die Einführung einer Steuerabgabe auf zuckerhaltige Getränke innerhalb der schwarz-roten Bundesregierung bereits vereinbart, doch letztlich sorgte der Entwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Ende September vor allem für einen weiteren Koalitionskonflikt.

So kassierte das Kanzleramt den Vorstoß Anfang des Monats wieder ein, weil er von den Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit abweiche und in dieser Form nicht mehrheitsfähig sei.

Klingbeils Plan ist damit keineswegs vom Tisch – am liebsten würde der Vizekanzler eine Staffelung von 26, 32 und 38 Cent je Liter ab fünf Gramm Zucker pro 100 Milliliter auf entsprechende Getränke durchbringen. Inklusive Mehrwertsteuer könnte eine klassische Coca-Cola damit gut 45 Cent teurer werden.

Coke Light "steht für Selbstbewusstsein, Stil und individuellen Ausdruck"

Für die ikonische Getränkemarke dürfte damit umso mehr eine Produktfamilie in den Fokus treten, die (wenn auch erst nach deutlichem Protest) nicht von der aktuellen Debatte betroffen ist: Coke Light.

Die soll ohnehin mehr sein als nur die zuckerfreie Variante und ist dazu "seit jeher eng mit Mode und Popkultur verbunden", wie Evelyne De Leersnyder, Geschäftsführerin der Coca‑Cola GmbH, diesen April feststellte. "Die Marke steht für Selbstbewusstsein, Stil und individuellen Ausdruck" sagte sie seinerzeit im Zuge einer Kooperation mit dem Kino-Hit "Der Teufel trägt Prada 2".

Bruce Darnell in Berlin (Bild: Brauer Photos / F. Seidel)
Bruce Darnell in Berlin (Bild: Brauer Photos / F. Seidel)

Wie sich dieses Selbstverständnis konkret auf die deutsche Bühne übersetzen lässt, demonstrierte der Konzern am Dienstag in Berlin: Bruce Darnell fungierte als Gesicht und Gastgeber der exklusiven "Coke Light Experience" im renommierten Restaurant Borchardt in der Französischen Straße.

Der US-amerikanische Choreograph wurde hierzulande insbesondere durch Juror-Auftritte in "Germany’s Next Topmodel" und "Das Supertalent" oder diverse Werbe-Engagements bekannt – und gewissermaßen besetzt er tatsächlich genau jene Schnittstelle aus Fashion, Persönlichkeit und Popkultur, an der Coca-Cola die Positionierung der eigenen Light-Sparte verortet.

Dresscode mit "einem Hauch von Chrom"

Ab 19 Uhr empfing Bruce Darnell die geschlossene Gesellschaft, die sich aus geladenen Gästen und Verlosungsgewinnern für eine "fabulous night" (Darnell auf Instagram) zusammensetze, im 1. OG des Borchardt.

Annemarie Carpendale in Berlin (Bild: Brauer Photos / F. Seidel)
Annemarie Carpendale in Berlin (Bild: Brauer Photos / F. Seidel)

Der Dresscode in der Jahrhundertwende-Beletage über dem eigentlichen Restaurant lautete "Ihr Stil, der mit einem Hauch von Chrom beeindruckt" – ganz getreu der klassischen 0,33l-Dose Coke Light, die im letzten Jahr zum 40. Jubiläum zurück in die Regale kehrte.

Mit von der Partie waren am Dienstagabend neben zahllosen Exemplaren des besagten Softdrinks auch Annemarie Carpendale, Bonnie Strange, Nikeata Thompson, Gülcan Kamps, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Vanessa Borck, Gina Beckmann, Johannes Heinrichs, Lars Pape, Steven Preisner, Holger Hauer, Kim Hnizdo, Benni Kalcher oder Philipp Boy.

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