Kabinenumbau im Superjumbo
British Airways plant größte Business Class der Welt im Airbus A380

Ein ganzes Oberdeck für die Business Class: British Airways stattet ihre Airbus A380 mit jeweils 106 Club Suites aus. Dazu kommen zwölf First-Class-Suiten und eine deutlich größere Premium Economy. Für den Ausbau der höheren Reiseklassen streicht die Airline fast jeden dritten Economy-Platz.

Weniger Passagiere, mehr Plätze in den höheren Buchungsklassen: British Airways verschiebt beim Umbau ihrer zwölf Airbus A380 die Gewichte. Künftig bietet jeder Superjumbo 417 statt bisher 469 Sitzplätze. Das gesamte Oberdeck gehört dann der Business Class. Mit 106 sogenannten Club Suites entsteht nach Angaben der Fluggesellschaft die größte Business-Class-Kabine der Welt.

Besonders deutlich wird die Neuausrichtung in der Economy: Ihre Kapazität sinkt von 303 auf 215 Plätze – ein Rückgang um rund 29 Prozent. Gleichzeitig wächst die Premium Economy von 55 auf 84 Sitze. Zusammen mit zwölf First-Class-Suiten entfallen damit künftig 202 der 417 Plätze auf die drei höherpreisigen Reiseklassen. Fast die Hälfte der Passagiere reist also oberhalb der Economy.

Eine Etage, vier Bereiche

Die Business Class, bei British Airways auf Langstrecken "Club World" genannt, wird in vier Bereiche gegliedert. So soll trotz der hohen Sitzzahl eine kleinteiligere Kabinenstruktur entstehen. Jeder Platz bietet direkten Zugang zum Gang, eine verschließbare Tür und einen Sitz, der sich in ein flaches Bett verwandeln lässt. Zusätzlicher Stauraum ergänzt die überarbeitete Ausstattung.

Zwischen den Mahlzeiten können sich die Gäste in der "Club Kitchen" selbst mit Snacks versorgen. Der Bereich soll auch Platz bieten, um sich abseits des eigenen Sitzes aufzuhalten.

Mehr Premium Economy, zwölf First-Class-Suiten

Auf dem Hauptdeck werden künftig First Class, Premium Economy und Economy untergebracht. Die bereits 2024 vorgestellten First-Class-Suiten befinden sich im vorderen Teil des Flugzeugs. Bei den mittleren Suiten lässt sich die Trennwand öffnen; gemeinsam reisende Gäste können dort auch miteinander essen.

Die Premium Economy erhält größere Bildschirme und seitliche Sichtschutzelemente an den Kopfstützen. Auch die verbleibenden Economy-Plätze werden erneuert: British Airways kündigt breitere Sitze und größere Bildschirme an. Der Umbau beschränkt sich somit nicht auf die teuersten Kategorien – allerdings steht für das günstigste Segment künftig deutlich weniger Kapazität bereit.

Erste Maschine soll in den kommenden Monaten starten

Pro Flugzeug werden nach Angaben der Airline mehr als 35.000 Einzelteile eingebaut. Der erste vollständig modernisierte A380 soll in den kommenden Monaten auf ausgewählten Strecken eingesetzt werden. Einen konkreten Starttermin nennt British Airways auf ihrer aktuellen Informationsseite noch nicht. Anschließend folgt schrittweise der Rest der Flotte.

Die neue Aufteilung zeigt, worauf British Airways mit dem Superjumbo setzt: Ein größerer Anteil höherpreisiger Plätze soll die reduzierte Gesamtkapazität wirtschaftlich rechtfertigen. Ob die Rechnung aufgeht, entscheidet sich daran, wie gut sich die zusätzlichen Premiumplätze verkaufen lassen.

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