Mom’s Room
Primark macht Platz für stillende Mütter

| Redaktion 
| 05.10.2026

Shopping mit Baby hat oft seine ganz eigene Dramaturgie. Wenn der Nachwuchs persönliche Prioritäten setzt, sind optimistisch geplante Abläufe schnell über den Haufen geworfen – und am Ende bleiben benötigte Einkäufe auf der einen und potenzielle Umsätze auf der anderen Seite aus. Auch vor dem Hintergrund einer Befragung zum Thema will Primark die Familienfreundlichkeit auf den eigenen Verkaufsflächen künftig sichtbar ausbauen.

Das Stillen ist eine der selbstverständlichsten Formen der Fürsorge – inwiefern die intime Situation uneingeschränkt im öffentlichen Raum stattfinden sollte, ist ungeachtet dessen eine Diskussion, die Generationen überdauert.

Anstelle einer weiteren Grundsatzdebatte zum Thema hat man sich bei Primark für eine pragmatische Lösung entschieden, die das seltene Potenzial hat, alle zufrieden zu stellen: In 26 deutschen Stores des Modehändlers sollen im Zuge einer Initiative namens Mom’s Room schrittweise eigene Stillräume eingerichtet werden.

"Jede Mutter sollte selbst entscheiden können, wo und wie sie ihr Kind stillen möchte“, sagt Karolina Klingenberg, Sprecherin von Primark in Deutschland und Österreich.

"Während manche Mütter überall problemlos stillen, wünschen sich andere in diesem Moment mehr Ruhe oder Privatsphäre. Mit Mom's Room möchten wir ihnen eine zusätzliche Möglichkeit bieten und gleichzeitig dazu beitragen, dass stillfreundliche Orte selbstverständlicher werden."

Befragung zeigt Bedarf auf

Im Vorfeld der Entscheidung hat Primark eine Befragung durchgeführt, die ergab, dass sich mehr als die Hälfte der Mütter bereits einem erschwerten Aufenthalt oder Einkauf ausgesetzt sah – ein Aspekt, der auch den Einnahmemöglichkeiten des Händlers freilich nicht sehr zuträglich ist. Gleichzeitig hätten sich rund 75 Prozent für "freiwillig nutzbare Rückzugsmöglichkeiten" gewünscht, die Primark künftig entsprechend bieten möchte.

Zudem soll sich die Initiative ausdrücklich nicht auf die eigenen Filialen beschränken, wie Mona Roberts, Head of Marketing Primark Northern Europe, unterstreicht:

"Wir möchten mit Mom's Room nicht nur in unseren eigenen Stores etwas verändern. Unser Ziel ist es, auch andere Unternehmen und Einrichtungen dafür zu gewinnen, stillfreundliche Orte zu schaffen. Wenn sich weitere Partner anschließen, können aus den ersten Mom's Rooms nach und nach immer mehr Orte entstehen, an denen Mütter wissen: Hier bin ich willkommen."

Insofern wünscht man sich seitens Primark, dass andere Einzelhändler, Cafés, Restaurants, Einkaufszentren, Unternehmen oder auch öffentliche Einrichtungen von Mom's Room zu sichtbareren Rückzugsräumen inspiriert werden.

Primark will Trend zum Rückzugsort initiieren

Primark realisiert die Initiative zusammen mit der gemeinnützigen Organisation wellcome - Echte Hilfe für Eltern, die unter anderem weiterführende Information über einen QR-Code in den Stillkabinen anbietet.

"Als fachlicher Partner ergänzen wir die Mom's Rooms von Primark um ein niederschwelliges, mehrsprachiges Angebot direkt auf dem Smartphone", erklärt Nele Lippolis, Leiterin für Marketing, Kommunikation und Fundraising.

"So nehmen wir Müttern den Druck und stärken sie genau dann, wenn sie Unterstützung suchen. Wir freuen uns deshalb sehr, die Initiative zu begleiten."

In Berlin bewirbt Primark die besagte Initiative mit einer Out-of-Home-Kampagne, während verschiedene Creator- und Social-Media-Maßnahmen begleitend hinzukommen. Auf der eigens eingerichteten Homepage können sich Interessierte künftig vorab informieren, wie es im von ihnen anvisierten Primark um einen Mom’s Room steht.

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