Große Klassik-Gala
Opus Klassik 2026: Die Stars und Bilder aus Berlin

| Redaktion 
| 12.10.2026

Ein Abend für große Stimmen, virtuose Instrumentalist:innen und prominente Begegnungen: Der Opus Klassik 2026 brachte am Sonntag die internationale Klassikszene nach Berlin. Jonas Kaufmann gehörte zu den ausgezeichneten Künstlern, Désirée Nosbusch führte durch die Verleihung. Auch Alice Sara Ott, Sarah Willis und Esther Abrami waren dabei. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt trafen etablierte Weltstars auf eine neue Generation herausragender Musiker:innen.

Der Opus Klassik 2026 hat am Sonntag, dem 11. Oktober, das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin zum Treffpunkt der internationalen Klassikszene gemacht. Bei der Preisverleihung wurden Künstler:innen für ihre musikalischen Leistungen und Produktionen ausgezeichnet. Zu den bekanntesten Namen des Abends gehörten Jonas Kaufmann, Martha Argerich und Lang Lang.

Durch die Gala führte Désirée Nosbusch. Das musikalische Programm gestaltete das Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Anna Rakitina. Insgesamt wurden Preise in 30 Kategorien vergeben. Über die Auszeichnungen entschied eine elfköpfige Jury.

Jonas Kaufmann zählt zu den Preisträgern

Für Jonas Kaufmann war es ein besonderer Abend. Der Tenor erhielt gemeinsam mit seinem langjährigen Klavierpartner Helmut Deutsch einen Opus Klassik für die audiovisuelle Produktion "Doppelgänger".

Auch musikalisch war Kaufmann Teil der Gala. Gemeinsam mit der Sopranistin Katharina Konradi präsentierte er "Tanzen möcht' ich" aus der Operette "Die Csárdásfürstin".

Zu den weiteren prominenten Preisträgern gehörte Lang Lang. Der chinesische Pianist wurde für sein Album "Piano Book 2" in der Kategorie "Bestseller" ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung erhielt Martha Argerich: Die argentinische Pianistin wurde für ihr Lebenswerk gewürdigt.

Damit spannte die Preisverleihung einen Bogen von aktuellen Musikproduktionen bis zur Würdigung jahrzehntelanger künstlerischer Karrieren.

Désirée Nosbusch führte durch die Gala

Eine zentrale Rolle übernahm Désirée Nosbusch, die durch das Programm führte und zahlreiche Künstler:innen auf der Bühne begrüßte. Für die Moderatorin war es ein weiterer Auftritt bei einer bedeutenden Preisverleihung in diesem Jahr. Bereits im März wurde sie beim Jupiter Award 2026 mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

Neben den international etablierten Namen gehörten auch Sarah Willis, Esther Abrami, Alice Sara Ott und Shani Diluka zu den Persönlichkeiten des Abends. Ebenso waren Shira Patchornik, Alexander Malofejew, Gregor Mayrhofer und das Gitarrenduo Café del Mundo vertreten.

Das Gitarrenduo Café del Mundo bei seinem Auftritt während der Verleihung des Opus Klassik 2026 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin. © BrauerPhotos/M. Wüstenhagen

Mit André Schuen und Anna Lucia Richter standen zudem zwei weitere ausgezeichnete Stimmen der Klassikszene im Mittelpunkt.

Opus Klassik würdigt musikalische Vielfalt

Die diesjährige Preisverleihung zeigte erneut, wie unterschiedlich die künstlerischen Leistungen sind, die unter dem Begriff klassische Musik zusammenkommen. Neben Gesang und Klavier fanden auch instrumentale Leistungen, Dirigat und Komposition Berücksichtigung.

Zu den weiteren ausgezeichneten Persönlichkeiten gehörten Yunchan Lim, Christian Tetzlaff, Sarah Willis, Andris Nelsons und der Komponist Dieter Ammann.

Auch die gesellschaftliche Bedeutung der Musik spielte bei der Gala eine Rolle. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verwies auf rund 16 Millionen Menschen, die in Deutschland Musik machen. Hinzu kommen nach seinen Angaben etwa 40.000 Chöre und 12.000 Musikvereine.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bei der Verleihung des Opus Klassik 2026 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin. © BrauerPhotos/M. Wüstenhagen

Diese Zahlen verdeutlichen, dass sich das Musikleben nicht auf große Konzerthäuser und international bekannte Solist beschränkt. Chöre, Vereine und zahlreiche Menschen, die in ihrer Freizeit musizieren, prägen die musikalische Landschaft ebenso wie professionelle Orchester und Ensembles.

Der Opus Klassik bringt diese unterschiedlichen Facetten zumindest symbolisch zusammen: Er zeichnet künstlerische Leistungen aus und lenkt zugleich die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt der klassischen Musik.

Opus Klassik 2026: Die Gewinner im Überblick

Gesang

  • Sängerin des Jahres: Anna Lucia Richter

  • Sänger des Jahres: André Schuen

  • Gesangsaufnahme: Christian Gerhaher, Katharina Konradi

Instrumente und Ensembles

  • Instrumentalist des Jahres: Yunchan Lim, Christian Tetzlaff, Sarah Willis

  • Instrumentalaufnahme: Jean Rondeau, Frank Peter Zimmermann

  • Kammermusik: Wu Wei, Martin Stegner, Janne Saksala

  • Orchester/Ensemble: Quatuor Ébène & Belcea Quartet

  • Ensemble-Live-Performance: Lucas & Arthur Jussen, Alexej Gerassimez, Emil Kuyumcuyan

  • Solistische Live-Performance: Anna Lapwood

Dirigat, Komposition und Aufnahmen

  • Dirigent des Jahres: Andris Nelsons

  • Komponist des Jahres: Dieter Ammann

  • Sinfonische Einspielung: Mirga Gražinytė-Tyla, Lithuanian National Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France

  • Choreinspielung: Voces8

  • Operneinspielung: Joyce DiDonato, Michael Spyres, Maxime Emelyanychev, Il Pomo d'Oro

  • Weltersteinspielung: Elena Schwarz, WDR Sinfonieorchester Köln

Neue Formate und besondere Produktionen

  • Klassik ohne Grenzen: Esther Abrami, vision string quartet

  • Klassik ohne Grenzen LIVE: Duisburger Philharmoniker

  • Neue Klassik/Neoklassik: Alice Sara Ott

  • Filmmusik: Aleksey Igudesman, Hans Zimmer

  • Innovatives Konzert: Anastasia Kobekina, Sasha Waltz, Konzerthaus Dortmund

  • Tournee des Jahres: Café del Mundo

  • Audiovisuelle Musikproduktion: Jonas Kaufmann, Helmut Deutsch

  • Videoclip: Shani Diluka

  • Innovatives Hörerlebnis: Rainer Maillard

  • Bestseller: Lang Lang

Nachwuchs und Sonderpreise

  • Lebenswerk: Martha Argerich

  • Nachwuchskünstler:innen: Marcel Brunner, Alexander Malofeev, Shira Patchornik, Simon Tetzlaff

  • Nachwuchsförderung: Freiburger Barockorchester, Ensemble Recherche

  • Innovationspreis Nachhaltigkeit: Gregor A. Mayrhofer

  • Opus Klassik School: Kirill Richter

  • Musiklehrer des Jahres: Florian Aschenbrenner

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Opus Klassik 2026: Die Gewinner im Überblick

Gesang

  • Sängerin des Jahres: Anna Lucia Richter

  • Sänger des Jahres: André Schuen

  • Gesangsaufnahme: Christian Gerhaher, Katharina Konradi

Instrumente und Ensembles

  • Instrumentalist des Jahres: Yunchan Lim, Christian Tetzlaff, Sarah Willis

  • Instrumentalaufnahme: Jean Rondeau, Frank Peter Zimmermann

  • Kammermusik: Wu Wei, Martin Stegner, Janne Saksala

  • Orchester/Ensemble: Quatuor Ébène & Belcea Quartet

  • Ensemble-Live-Performance: Lucas & Arthur Jussen, Alexej Gerassimez, Emil Kuyumcuyan

  • Solistische Live-Performance: Anna Lapwood

Dirigat, Komposition und Aufnahmen

  • Dirigent des Jahres: Andris Nelsons

  • Komponist des Jahres: Dieter Ammann

  • Sinfonische Einspielung: Mirga Gražinytė-Tyla, Lithuanian National Symphony Orchestra, Orchestre Philharmonique de Radio France

  • Choreinspielung: Voces8

  • Operneinspielung: Joyce DiDonato, Michael Spyres, Maxime Emelyanychev, Il Pomo d'Oro

  • Weltersteinspielung: Elena Schwarz, WDR Sinfonieorchester Köln

Neue Formate und besondere Produktionen

  • Klassik ohne Grenzen: Esther Abrami, vision string quartet

  • Klassik ohne Grenzen LIVE: Duisburger Philharmoniker

  • Neue Klassik/Neoklassik: Alice Sara Ott

  • Filmmusik: Aleksey Igudesman, Hans Zimmer

  • Innovatives Konzert: Anastasia Kobekina, Sasha Waltz, Konzerthaus Dortmund

  • Tournee des Jahres: Café del Mundo

  • Audiovisuelle Musikproduktion: Jonas Kaufmann, Helmut Deutsch

  • Videoclip: Shani Diluka

  • Innovatives Hörerlebnis: Rainer Maillard

  • Bestseller: Lang Lang

Nachwuchs und Sonderpreise

  • Lebenswerk: Martha Argerich

  • Nachwuchskünstler:innen: Marcel Brunner, Alexander Malofeev, Shira Patchornik, Simon Tetzlaff

  • Nachwuchsförderung: Freiburger Barockorchester, Ensemble Recherche

  • Innovationspreis Nachhaltigkeit: Gregor A. Mayrhofer

  • Opus Klassik School: Kirill Richter

  • Musiklehrer des Jahres: Florian Aschenbrenner

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