Ticketverkauf gestartet
IGA 2027: Das Ruhrgebiet blüht vor

| Redaktion 
| 11.10.2026

"Wie wollen wir morgen leben?" fragen sich Menschen nicht nur im Ruhrgebiet – allerdings arbeitet man genau dort an einer anschaulichen und begehbaren Antwortmöglichkeit: In fünf Revierstädten entstehen die Areale der Internationalen Gartenausstellung 2027, die sich ab kommendem April über die Metropolregion erstreckt. Am Samstag wurde der offizielle Start des Ticketverkaufs mit einem Baustellenfest gefeiert.

Nach der Landesgartenschau ist vor der Internationalen Gartenausstellung: Am Sonntag öffnete das naturverliebte Großereignis in Neuss zum letzten Mal für Besucher, die zum Anlass sogar gratis durch den Stadtpark schlendern durften, der auf dem rund 38 Hektar großen Gelände der ehemaligen Galopprennbahn entstanden ist. Auch nach Ablauf der 179-tägigen LaGa soll dieser als "Grünes Herz Neuss" dauerhaft erhalten bleiben.

Die Veranstalter hatten im Vorfeld auf 650.000 Besucher gehofft, durften mehr als 700.000 jedoch schon Tage vor dem Abschluss verkünden. Doch wie angedeutet steht mehr als adäquater Nachschub bereits in den Startlöchern, schließlich handelt es sich bei der Internationalen Gartenausstellung gewissermaßen um den großen Bruder der jüngst beendeten Veranstaltung.

Statt einer einzigen Stadt steht als Austragungsort insofern gleich eine ganze Metropolregion bereit: Ab Freitag, 23. April verwandelt sich das Ruhrgebiet für ein knappes halbes Jahr in eine übergroße Bühne für Gartenkunst und Pflanzenvielfalt, auf der auch Industriekultur, Musik, Schauspiel und viele andere kreative Ausdrucksformen einen Platz finden.

Fünf Zukunftsgärten für "eindrucksvolle Blütenbilder"

Im Mittelpunkt stehen fünf sogenannte Zukunftsgärten: Der RheinPark in Duisburg, der Nordsternpark in Gelsenkirchen, die Kokerei Hansa in Dortmund, der Landschaftspark Viktoria in Lünen und das Emscherland zwischen Castrop-Rauxel und Recklinghausen. Eintritt erhoben wird in Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund.

Auf den damit mehr als 33.000 Quadratmetern sind aufwändig gestaltete Pflanzungen, Rosen- und Staudenflächen, botanische Raritäten, wechselnde Blumenhallenschauen, Wassergärten, schwimmende Beete, Gemüse- und Balkongärten oder Themengärten geplant – unnötig zu erwähnen, dass Freunde der Natur auf ihre Kosten kommen sollten.

"Gartenkunst kann staunen lassen, inspirieren und den Blick auf die Natur verändern. Unsere Gärtnerinnen und Gärtner und die Floristikteams schaffen dafür eindrucksvolle Blütenbilder, die sich vom Frühjahr bis in den Herbst immer wieder wandeln", verspricht Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet.

Ein Plädoyer für mehr Grün

Zudem stellt er ein Rahmenprogramm in Aussicht, dass unter anderem Auftritte von Kamrad und Glasperlenspiel, der Neuen Philharmonie Westfalen, der Deutschen Oper am Rhein oder dem Schauspiel Dortmund beinhaltet, das "Ein Sommernachtstraum" unter freiem Himmel aufführt.

"Ich freue mich auf die Menschen, die wegen der Gärten zu uns kommen und dabei die Kunst entdecken – oder nach einem Konzertbesuch Lust bekommen, am nächsten Tag durch unsere Gärten zu streifen", so Hanspeter Faas.

Generell soll im Übrigen die Leitfrage "Wie wollen wir morgen leben?" über der kommenden IGA stehen, die als Plädoyer für mehr Grün im urbanen Alltagsumfeld verstanden werden darf.

Tickets für die Internationale Gartenschau 2027, von der Tages- bis zur Dauerkarte, sind am Samstag offiziell in den Verkauf gegangen. Ein Umstand, der in den fünf Zukunftsgärten mit einem kostenlosen, familienfreunden Baustellenfest für rund 5000 Gäste zelebriert wurde, die sich einen eigenen ersten Eindruck von den Schauplätzen gemacht haben.

Kein Vergleich zum Andrang, der nächstes Jahr antizipiert wird – immerhin rechnen die Veranstalter mit etwa 3,1 Millionen Gästen im Laufe der sechs Monate.

"Wir laden die Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus ein, mit uns einen Sommer voller Entdeckungen zu erleben", sagt Hanspeter Faas. „Mit dem Start des Tagesticketverkaufs wird aus der Vorfreude eine konkrete Verabredung: Wir sehen uns 2027 im Ruhrgebiet."

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