Lukrative IT-Jobs? Das verdienen die heiß umworbenen Fachkräfte

IT-Architektur-Verantwortliche beziehen besonders hohe Gehälter.

Branchenverbände und Wirtschaft beklagen seit Jahren den Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland: Offene Stellen bleiben oft mehrere Monate unbesetzt. Unternehmen suchen intensiv nach geeigneten Kandidat:innen. Für die Betriebe ist diese Ausgangslage schwierig – doch profitieren wenigstens die Beschäftigten vom Fachkräftemangel in der IT? The Stepstone Group hat über 500.000 Gehaltsdaten ausgewertet und untersucht, mit welchen Gehältern IT-Spezialist:innen in Deutschland rechnen können.

IT-Fachkräfte schneiden im Branchenvergleich gut ab

  • Mit einem Bruttomediangehalt von 52.045 Euro liegen die IT-Spezialist:innen etwa gleichauf mit Ingenieursberufen und Beschäftigten im Consulting – und deutlich über dem berufsgruppenübergreifenden Bruttomediangehalt von 43.842 Euro im Jahr.
  • Die höchsten Gehälter fließen wie in allen Branchen in den südlichen Bundesländern, die niedrigsten in den östlichen Bundesländern. Spitzenreiter für die IT-Gehälter ist Hessen mit 56.178 Euro Bruttomediangehalt, Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern mit einem mittleren Jahressalär von 41.797 Euro.
  • Auch in der Berufsgruppe IT gibt es einen Gender Pay Gap. Er liegt mit 7,88 Prozent jedoch deutlich unter dem berufsgruppenübergreifenden Durchschnitt von rund 13 Prozent.
  • Die IT-Gehälter steigen mit der Berufserfahrung stark an: Während bei Berufseinstieg im Mittel 38.278 Euro gezahlt werden, können Fachkräfte mit 11 bis 25 Jahren Berufserfahrung mit 63.256 Euro rechnen. Über 25 Jahre Erfahrung korrespondieren gar mit einem Bruttomediangehalt von 69.229 Euro.
  • Ein Studienabschluss lohnt sich auch in der IT: 60.531 Euro verdienen studierte Beschäftigte; ohne Studienabschluss liegt das mittlere Jahresgehalt bei 48.220 Euro.
  • Noch stärker schlägt Personalverantwortung zu Buche: Führungskräfte in der IT erhalten ein Bruttomediangehalt von 65.192 Euro im Jahr; Mitarbeitende ohne Personalverantwortung beziehen ein mittleres Jahresgehalt von 49.980 Euro.
  • Zu den bestbezahlten Stellen mit Mediangehältern von über 90.000 Euro gehören IT-Leitungsfunktionen in großen Unternehmen und Positionen, in denen es um die IT- oder Software-Architektur geht. Dazu gehören zum Beispiel CIO, Head of IT, Enterprise Architect oder Senior IT Architect.
  • KI-Spezialist:innen gelten als besonders nachgefragte Gruppe. Ihre Verdienstmöglichkeiten sind gut – und könnten in Zukunft durch die starke Nachfrage sogar noch besser werden: Entwickler:innen und Ingenieur:innen für Machine Learning kommen auf ein mittleres Jahresgehalt von rund 60.000 Euro.

"Die Zahlen zeigen, dass IT-Fachkräfte in Deutschland verglichen mit anderen Berufsgruppen gut verdienen", sagt Tobias Zimmermann, Gehaltsexperte bei The Stepstone Group. "Allerdings klafft zwischen Nachfrage und Angebot eine enorme Lücke – der Branchenverband Bitkom spricht von über 130.000 fehlenden IT-Fachkräften – und die können Arbeitnehmer:innen in Gehaltsverhandlungen für sich nutzen. Umgekehrt sollten Unternehmen, die überdurchschnittlich zahlen, dieses starke Argument möglichst früh im Recruiting-Prozess vorbringen. Denn das ist sowohl in Deutschland als auch im internationalen Fachkräfte-Wettbewerb ein Vorteil. Mehr Gehaltstransparenz wird außerdem dazu führen, dass der Entgeltabstand zwischen den Geschlechtern – der so genannte Gender Pay Gap – noch geringer wird, was gerade in der IT-Berufsgruppe ausgesprochen wichtig ist."

Datenbasierten Recruiting-Methoden gehört die Zukunft

Dem strukturellen Fachkräftemangel in der IT-Branche, der bereits seit Jahren besteht, können die Unternehmen nicht entkommen. Je höher die geforderte Qualifikation ist, desto schwieriger wird es, eine offene Stelle zu besetzen. In diesem Umfeld könnten datenbasierte Recruiting-Methoden, die ein besseres Matching ermöglichen, einen Vorteil darstellen.

"Die Entwicklung zeigt: Digitalisierung, Machine Learning und KI-basierte Anwendungen machen den Recruiting-Prozess auch in einem schwierigen Umfeld einfacher, schneller und fairer – und werden in Zukunft unverzichtbar für Arbeitssuchende und Personaler:innen sein", sagt Tobias Zimmermann. "Gerade KI-Spezialist:innen können sich demnächst aussuchen, wo sie arbeiten, denn sie werden in vielen Unternehmen gebraucht. Das gilt auch für uns bei The Stepstone Group: Wir gehen strategisch auf Fachkräfte aus der IT zu, um unsere datengestützten Tools Richtung Artificial Intelligence weiterzuentwickeln."

www.stepstone.de

Über den StepStone Gehaltsreport 2023

Der StepStone Gehaltsreport 2023 ist das Ergebnis aus einer der größten Gehaltsdatenbanken in Deutschland mit Gehaltsangaben nach Ort und Region, Berufsgruppe, Branche, Berufserfahrung und vielem mehr. Im Vergleich zum Gehaltsreport 2022 hat sich in diesem Jahr die Methodik der Erhebung und der Auswertung geändert.

Die Gehaltsangaben sind laut StepStone nun noch präziser. Unter anderem können durch eine neue Gewichtung repräsentative Angaben bezüglich Alter, Geschlecht, Hochschulabschluss und geographische Verteilung auf die Bundesländer gewährleistet werden. Die Angaben und Gehälter des Gehaltsreports 2023 sind daher nicht direkt mit dem Report 2022 vergleichbar.

Für den Gehaltsreport wurden 561.761 Vergütungsdaten ausgewertet, die im Zeitraum Januar 2021 bis November 2022 erhoben wurden. Davon stammen 69 Prozent von Männern und 31 Prozent von Frauen. Der Anteil von Beschäftigten mit Personalverantwortung beträgt 32 Prozent. Alle Gehaltsdaten sind in Euro aufgeführt und weisen den Median aus, sofern nicht anders angegeben.

Sämtliche Gehaltszahlen beziehen sich auf das Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc. Sie basieren auf erhobenen Gehaltsinformationen von Vollzeitbeschäftigten. Die Angaben sind repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung auf Bundes- und Landesebene nach den Kriterien Alter, Geschlecht, und Hochschulabschluss.

Die Datenbasis für die Studie wurde aus den Vergütungsdaten der StepStone-Datenbank zusammengestellt. Die Daten auf Gehalt.de werden im Vergleich zu den bisherigen Gehaltsreports nicht mehr direkt, sondern ebenfalls über den StepStone Gehaltsplaner erhoben. Die Daten werden mithilfe des StepStone Gehaltsplaners auf StepStone.de erhoben und wissenschaftlich analysiert. Sämtliche Daten wurden von unseren Vergütungsberater:innen geprüft und einer Gewichtung unterzogen.

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Über den StepStone Gehaltsreport 2023

Der StepStone Gehaltsreport 2023 ist das Ergebnis aus einer der größten Gehaltsdatenbanken in Deutschland mit Gehaltsangaben nach Ort und Region, Berufsgruppe, Branche, Berufserfahrung und vielem mehr. Im Vergleich zum Gehaltsreport 2022 hat sich in diesem Jahr die Methodik der Erhebung und der Auswertung geändert.

Die Gehaltsangaben sind laut StepStone nun noch präziser. Unter anderem können durch eine neue Gewichtung repräsentative Angaben bezüglich Alter, Geschlecht, Hochschulabschluss und geographische Verteilung auf die Bundesländer gewährleistet werden. Die Angaben und Gehälter des Gehaltsreports 2023 sind daher nicht direkt mit dem Report 2022 vergleichbar.

Für den Gehaltsreport wurden 561.761 Vergütungsdaten ausgewertet, die im Zeitraum Januar 2021 bis November 2022 erhoben wurden. Davon stammen 69 Prozent von Männern und 31 Prozent von Frauen. Der Anteil von Beschäftigten mit Personalverantwortung beträgt 32 Prozent. Alle Gehaltsdaten sind in Euro aufgeführt und weisen den Median aus, sofern nicht anders angegeben.

Sämtliche Gehaltszahlen beziehen sich auf das Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc. Sie basieren auf erhobenen Gehaltsinformationen von Vollzeitbeschäftigten. Die Angaben sind repräsentativ für die Erwerbsbevölkerung auf Bundes- und Landesebene nach den Kriterien Alter, Geschlecht, und Hochschulabschluss.

Die Datenbasis für die Studie wurde aus den Vergütungsdaten der StepStone-Datenbank zusammengestellt. Die Daten auf Gehalt.de werden im Vergleich zu den bisherigen Gehaltsreports nicht mehr direkt, sondern ebenfalls über den StepStone Gehaltsplaner erhoben. Die Daten werden mithilfe des StepStone Gehaltsplaners auf StepStone.de erhoben und wissenschaftlich analysiert. Sämtliche Daten wurden von unseren Vergütungsberater:innen geprüft und einer Gewichtung unterzogen.

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