Dieter Könnes und Alexander Wulf
Fryzza in "Die Höhle der Löwen": Sternekoch und Moderator tischen Airfryer-Pizza auf

| Redaktion 
| 19.10.2026

Fryzza verbindet die Frage, was sich noch alles aus einem Küchengerät herausholen lässt, mit dem Ehrgeiz, zwei Trends geschäftlich miteinander zu verbinden. Hinter der Airfryer-Pizza aus Baesweiler stehen mit Sternekoch Alexander Wulf und TV-Moderator Dieter Könnes zwei prominente Köpfe, die aus einer ungewöhnlichen Zubereitungsidee ein marktfähiges Lebensmittel in "Die Höhle der Löwen" gebracht haben.

Der Airfryer hat sich vom Küchengerät für Technikfans zum festen Bestandteil vieler Ernährungspläne entwickelt. Keinesfalls nur eine gefühlte Wahrheit: Einer YouGov-Studie aus dem April zufolge besitzen inzwischen 47 Prozent der deutschen Haushalte eine Heißluftfritteuse, womit sich dieser Wert innerhalb von vier Jahren mehr als verdoppelt hat.

Besagtes Gerät gart Lebensmittel namensgemäß mithilfe heißer, zirkulierender Luft und kommt dabei meist mit deutlich weniger Öl aus als eine klassische Fritteuse. Pommes, Gemüse, Fleisch oder Snacks werden außen knusprig, während die Zubereitung häufig schneller gelingt als im Backofen. Auch ein vergleichsweise geringer Vorheizbedarf und die unkomplizierte Handhabung haben selbst chronische Küchenmuffel schon zu kulinarischen Entdeckern gemacht.

Auf Social Media befeuern Rezepte, Produkttests und immer neue Anwendungsideen den Trend, wobei auch Gerichte, für die das Gerät ursprünglich gar nicht gedacht waren, munter für den Airfryer adaptiert werden. Hersteller reagieren auf die wachsende Nachfrage vermehrt mit spezialisierten Produkten – von Backwaren bis hin zur Tiefkühlpizza.

Fryzza verspricht knusprige Pizza in wenigen Minuten

Fryzza hat sich so zum Beispiel in der vorletzten Episode der aktuellen "Die Höhle der Löwen"-Staffel auf Vox und RTL+ präsentiert. Das Unternehmen aus Baesweiler bietet fertige Pizzen an, die sich besonders für die Zubereitung im Airfryer eignen und auf Hefeteig mit Weizensauerteiganteil basieren.

Vier rechteckig geformte Sorten sind bislang erhältlich (Salami, Thunfisch, Gemüse und Margherita) und sollen innerhalb von fünf bis sechs Minuten in der Heißluftfritteuse in einen angenehm knusprigen Zustand versetzt werden können; weitere Varianten sind geplant.

Für die Entwicklung der Rezeptur zeichnet der TV- und Sternekoch Alexander Wulf verantwortlich, dessen Restaurant Troyka als Ausgangspunkt von Fryzza angeführt wird: Eines Abends kam Wulf gemeinsam mit Moderator Dieter Könnes ("Stern TV") und Sommelier Ronny Schreiber auf die Idee, gleich zwei wachsende Märkte auf einmal zu besetzen.

Zum Team zählen neben dem Trio die Handels- und Vertriebsprofis Lars Jansen und Josef Kirisits, die ihre Erfahrung aus dem Lebensmitteleinzelhandel und der Logistik einbringen.

Unternehmensbewertung lässt Löwen grübeln

"Die Höhle der Löwen" hat Fryzza mit einer selbstbewussten Forderung betreten: In der siebten Episode der 20. Staffel des beliebten Gründerformats wollten Wulf, Könnes und Schreiber idealerweise zehn Prozent ihrer Unternehmensanteile gegen 350.000 Euro abgeben, was einer Unternehmensbewertung von 3,5 Millionen Euro entspricht.

Ganz aus dem Blauen gegriffen ist die Einschätzung freilich nicht, immerhin ist Fryzza eigenen Angaben zufolge schon jetzt in rund 700 Märkten und sieben Handelsketten in Deutschland und Österreich gelistet, während in den ersten sechs Monaten ein Umsatz von mehr als einer halben Millionen Euro erzielt werden konnte.

Trotzdem: Neben der hohen Bewertung wurde den Gründern auch hinsichtlich ihrer anderen, eigentlichen Jobs auf den Zahn gefühlt – insbesondere Frank Thelen (hier im Leadersnet-Interview) ließ die vertretene Ansicht, dass die weiteren Berufe auch ein Bonus für Fryzza seien, nicht gelten und betonte die Bedeutung vollkommen fokussierter Unternehmer.

Carsten Maschmeyer (hier im Leadersnet-Interview) und Judith Williams (hier im Leadersnet-Interview) waren vom Produkt selbst durchaus angetan, zogen sich wegen entsprechenden Zweifeln jedoch zurück. Janna Ensthaler (hier im Leadersnet-Interview) wiederum war bereit, die geforderten 350.000 Euro aufzubringen – gegen 20 statt zehn Prozent der Firmenanteile.

Tatsächlich verließ Fryzza "Die Höhle der Löwen" schlussendlich mit einem Deal in der Tasche, der jedoch auf ein gemeinsames Angebot von Frank Thelen und Ralf Dümmel (hier im Leadersnet-Interview) zurückging: Alle sieben Partner, also die fünf bisherigen Gesellschafter sowie die beiden Löwen, erhalten dabei gleiche Anteile am Unternehmen, sodass auf Thelen und Dümmel insgesamt sogar knapp 28,6 Prozent entfallen.

Für Fryzza offenbar eine vielversprechende Vereinbarung, die dem prominent besetzten Unternehmen nun beim Etablieren neuer Produkte und der grundsätzlichen Expansion unter die Arme greifen soll.

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